Rezension: Das Tal Season 1.3 – Der Sturm

Die Katastrophe war gestern – heute regiert das Grauen!

Eckdaten:
Autor: Krystyna Kuhn
Verlag: Arena-Verlag (2010)
Teil einer Reihe? Ja, 3. Teil der 1. Season
Preis: 9.99 €
Broschiert, 265 Seiten

Kurzeinblicke

Remembrance Day! Ein Tag mit einer besonderen Bedeutung für Chris. Und nichts wünscht er sich sehnlicher, als mit Julia über den Feiertag aus dem Tal zu verschwinden, wie die anderen Studenten auch. Doch als sie endlich aufbrechen wollen, zieht ein Jahrhundertsturm auf. Chris, Julia, Debbie, Rose und Benjamin werden von der Außenwelt abgeschnitten. Aber im verlassenen College geht es nicht mit rechten Dingen zu. Wohin ist der Sicherheitsbeamte Ted verschwunden? Warum verhält sich Debbie so seltsam? Und wer spielt ihnen die DVD mit Bildern in die Hände, die direkt in die Vergangenheit des Tals führen? Während der Sturm seinen Höhepunkt erreicht, wird Chris klar, dass ein Unbekannter ein perfides Spiel mit ihnen treibt. Die Frage ist nur, wer ist es und auf wen hat er es abgesehen?

Inhalt:

Erster Satz:
Vorabend zum 11. November 2010
Heilige Maria, Mutter Gottes!

Im dritten Teil der Tal-Reihe ist die Charaktere-Anzahl wirklich übersichtlich. Durch die freien Tage am Grace sind so gut wie alle in den Urlaub oder bei Familie, auch Chris hatte das für sich und Julia geplant. Doch an ein romantisches Wochenende zu zweit ist nicht zu denken – Ein gewaltiger Schneesturm zieht auf und Chris, Julia, Benjamin, Debbie und Rose sind gezwungen zurück zum College zu wandern und dort die freien Tage zu verbringen. Bis sie es jedoch erst einmal in das College hineinschaffen vergeht eine ganze Weile und von den Sicherheitsbeamten ist auch niemand zu sehen – Als Chris und Benjamin es dann endlich schaffen in das College hinein zu gelangen und auch die Mädchen hinein zu lassen, wird der Sturm immer schlimmer und an einen neuen Versuch vom Tal wegzukommen ist nicht zu denken. Doch auch im College sind sie nicht sicher – Zuerst entdecken sie eine DVD von den verschwundenen Studenten, dann finden sie Ike schwer verletzt und kurz darauf machen Chris und Ben eine noch schlimmere Entdeckung. Die Story fängt an sich zu verdichten als plötzlich zwei Professoren genauso zurück zum College geflüchtet sind wie die fünf Teenager – Und irgendwas stimmt nicht. Debbie verhält sich seltsam, hat Angst vor jemanden der ihr angeblich gedroht hat sie umzubringen – Und dann sind sie und Julia verschwunden. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit – Und gegen die Vergangenheit, die alle einzuholen scheint.

Letzter Satz:
»Es ist über ein Jahr her«, begann er, »da erhielt mein Vater Post. Und der Absender lautete: Mark de Vincenz, Berlin.«

Rezension:

Der Sturm hat mir wieder um einiges besser gefallen als die Katastrophe. Erzählt wird dies mal aus drei Sichtweisen: Debbie, Chris und Julia, wobei Julia wirklich sehr kurz kommt. Hauptsächlich wird sich mit Chris Vergangenheit befasst, welche ebenso mit dem Grace verknüpft ist, wie mit dem Verschwinden der Studenten. Chris macht im dritten Band eine eindeutig, positive Entwicklung durch, die ihm vom „Arschloch“-Image wegbringen und für mich zu einem sympathischen Charakter machen. Einzig und allein die Tatsache wie verzweifelt und hilflos er sich darstellt, wenn Julia nicht wäre, stört mich an ihm. Das Ganze lässt ihn etwas psychisch labil erscheinen, und nach einer Zeit ging mir das schon auf die Nerven.

Debbies Story wurde auch ein wenig erzählt. Das sie verrückt ist hat man ja immer schon geahnt, in diesem Teil kriegt man dafür dann das ärztliche Attest. Und das bewirkte bei mir ziemliches Mitleid für die kleine Deborah. Ich hoffe sehr das sie in den anderen Teilen wiederkommt und sich ihr Charakter entwickelt und festigt und nicht so beschränkt bleibt, wie er dargestellt wurde.

Julia hat sich in diesem Buch ein wenig weiterentwickelt, aber ich wünsche mir das da noch mehr kommt. Viel, viel mehr. Sie hat immerhin den Anfang geschafft und Chris gegenüber zugegeben das Mark de Vincenz ihr Vater ist, doch auch weiteres konnte und wollte sie noch nicht loswerden.

Die Story an sich fand ich auch ganz interessant – Die Stimmung die durch den Sturm erzeugt wurde, das leere College, der See, der Wald – Das alles verleiht einem das Richtige Gefühl für die düstere Story. Ike, der angeschossen wird und jaulend durch das College rennt und auch die Tatsache das keine Handys funktionieren und sie abgeschottet sind von der Rest der Welt – Kuhn hat das alles wundervoll inszeniert und beschrieben. Und die Frage was mit den verschollenen Studenten passiert ist und wie wer mit was verwoben ist und worum es überhaupt geht drängt sich immer weiter in den Vordergrund und möchte endlich beantwortet werden.

Der Dritte Teil hat definitiv wieder volle 5 Sterne verdient – Ich hoffe es geht so weiter. 🙂

5 sterne

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