[Buchgeflüster] The Way Of Kings

Hallöchen! 🙂
Heute gibt es einmal eine Rezension von einem Bekannten, der namentlich nicht genannt werden möchte. Zum Geburtstag schenkte ich ihm den Auftakt der „Stormlight Archive“-Reihe von Brandon Sanderson und im Folgenden lässt er euch an seiner Meinung darüber teilhaben.
Im Deutschen ist der erste Band in zwei Bände aufgeteilt erschienen. Das Ganze wurde im Heyne-Verlag unter den Namen „Der Weg der Könige“ und „Der Pfad der Winde“ veröffentlicht.

CoverInfos:
  • Brandon Sanderson
  • High-Fantasy
  • Macmillian US
  • Taschenbuch, 1258 Seiten
  • 6,20 €
  • Teil einer Reihe? Stormlight Archive
  • Homepage

4herze

Inhalt:

I long for the days before the Last Desolation. Before the Heralds abandones us and the Knights Radiant turned against us. When there was still magic in Roshar and honor in the hearts of men.
In the end, not war but victory proved the greater test. Did our foes see that the harder they fought, the fiercer our resistance? Fire and hammer forge a sword; time and neglect rust ist away. So we won the world, yet lost ist.
Now there are four whom we watch: the surgeon, forced to forsake healing and fight in the most brutal war of our time; the assassin, who weeps as he kills; the liar, who wears her scholar’s mantle over a thief’s heart; and the prince, whose eyes open to the ancient past as his thirst for battle wanes.
One of them may redeem us. One of them will destroy us. (Quelle: Klappentext)

Meine Meinung

Im März diesen Jahres soll das zweite Buch der sage und schreibe zehnbändigen Serie des amerikanischen Fantasy-Autoren erscheinen. Es ist also genau der richtige Zeitpunkt, um noch einmal auf den ersten Band hinzuweisen, in deutscher Übersetzung vom Heyne-Verlag gewinnbringend unter folgenden Titeln zweigeteilt: „Sturmlicht-Chroniken 1: Der Weg der Könige“, „Sturmlicht-Chroniken 2: Der Pfad der Winde“.
Der Autor aus Nebraska profilierte sich bislang vor allem durch die Fortsetzung der „Das Rad der Zeit“-Serie. Mit „The Way of Kings“, so viel sei bereits verraten, schaffte es Sanderson in die New York Times Bestseller-Liste und bekam reihenweise gute Kritiken.

„The Way of Kings“ erzählt die Geschichte der aus dem Himmel vertriebenen Menschheit, die in einer von magischen Stürmen heimgesuchten Welt ihr Dasein fristet. Ganz Roshar, so der Name dieser Welt, hat sich an die Stürme angepasst: Städte werden im Schutz von Bergen gebaut, Flora und Fauna ziehen sich bei jedem neuen Unwetter zurück.
Vor Jahrhunderten kämpften die Orden der „Knights Radiant“ gegen die finsteren Mächte, welche die Rückkehr der Menschen in die himmlischen Hallen verhindern. Doch plötzlich verschwanden sie, scheinbar grundlos. Was blieb, waren ihre Waffen und Rüstungen – sie machen jeden Träger zum fast unbesiegbaren Krieger.
Ein Großteil des Buches spielt auf den „Shattered Plains“, einer zerrütteten Landschaft, die Schauplatz eines Krieges zwischen zwei Nationen ist. Die Handlung konzentriert sich auf eine handvoll Charaktere, wobei die Hauptperson Kaladin ist. Der junge Mann gab seine medizinische Ausbildung auf, um seinem zwangsrekrutiertem Bruder im Krieg beizustehen. Doch er musste schließlich dessen Tod auf dem Schlachtfeld erleben und geriet selbst in Sklaverei.
Dazu kommt ein magiebegabter Assassine, eine zwei-Klassen-Gesellschaft auf Basis der Augenfarbe, ein interessantes wie innovatives magisches System und zu guter Letzt die Aussicht auf den kommenden Weltuntergang.

Im ersten Buch der Serie wird also schon einmal ein vielversprechender Grundstein für die Fortsetzung dieses Werkes der epischen Fantasy-Literatur gelegt. Und damit ist eigentlich das Wichtigste über „The Stormlight Archive“ gesagt: es hat Magie,  politische Komplotte, eine unwahrscheinlich detaillierte Welt und mächtige, omnipräsente Bösewichte. Wer auf epische Fantasy a la „A Song of Ice and Fire“ oder auch „Name of the Wind“ steht, der wird hier ganz sicher nicht enttäuscht werden.
Konträr zur aktuellen Genremode der moralischen „Shades of Grey“ differenziert Sanderson in seinem Buch sehr klar zwischen gut und böse. Wer das nicht mag, der sollte die Finger von der Serie lassen. Ich allerdings finde das Ganze nach dem tausendsten Hauptcharakter-der-unbedingt-auch-eine-schlechte-Seite-trotz-aller-Symphatien-haben-muss ganz erfrischend.

Was mir am ersten Band ganz besonders auffiel, ist das „world-building“. In einer Welt, in der sich sogar alle Pflanzen und Tiere von unseren stark unterscheiden und die nicht ein schlechter Abklatsch eines mittelalterlichen Englands ist, muss so einiges gezeigt und erklärt werden. Und genau das tut Sanderson. Details en masse. Genau so viel Zeit verwendet er für den Aufbau der Charaktere, die durch zahlreiche Hintergrundgeschichten abgerundet werden. Trotz aller Schwarzweiß-Malerei also keine Angst davor, dass einem hier Superhelden aus der Konserve präsentiert werden.
Für Action-Liebhaber ist auch etwas dabei. Zugegebenermaßen müssen die sich erst einmal sehr lange gedulden, aber dann zeigt der Autor, dass er diese Kunst wirklich beherrscht.
Und diese drei durchaus positiven Punkte sind wohl auch ein gewisses Problem in „The Way of Kings“. Es dauert einfach ewig, bis mal wirklich etwas passiert. Ich habe tatsächlich einen ganz schön langen Atem gebraucht, bis mich das Buch gänzlich gefesselt hat. Aber dann konnte ich auch nicht mehr loslassen.

Zusammengefasst: Ist das Buch gut? Das Buch ist gut! Solide epische Fantasy, bei der man wirklich auch neun weitere Bände lesen möchte. Mit G.R.R. Martin kann sich Sanderson in diesem obligatorischen Vergleich nicht messen, aber das Gute ist, er versucht es auch gar nicht.
Also, eine klare Leseempfehlung von mir für die Freunde dieses Genres.

Weitere Werke
Quelle: Brandon Sanderson Homepage
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