Schnupper-Sonntag #4

Lauren Oliver – Wenn du stirbst zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie

Quelle: Carlsen Verlag
Quelle: Carlsen Verlag

Die Originalausgabe erschien 2011 unter dem Titel Before I fall im HarperCollins Verlag. Lauren Oliver’s Bücher erscheinen in Deutschland im Carlsen Verlag.

Darum geht es:
Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, aber bei mir war es nicht so.
Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre?
Was würdest du tun? Wen würdest du küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten?
Samantha Kingston ist hübsch, beliebt, hat drei enge Freundinnen und den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte eigentlich ein Tag werden wie jeder andere in ihrem Leben. Stattdessen ist es ihr letzter… (Quelle: Klappentext)

Darum solltest du es lesen:
Oliver beschreibt mit einer schönen Sprache und einer guten Story das was uns irgendwo doch alle beschäftigt: Die Angst vor dem Tod und in diesem Fall besonders: Dinge die wir bereuen getan oder nicht getan zu haben. So durchlebt Samantha immer und immer wieder diesen einen Tag, versucht alles um den zu entkommen…

„Lindsay jammert über Abdrücke nasser Hintern auf den Ledersitzen und Matsch auf dem Boden und Elody bettelt, sie soll noch auf ein Eier-Käse-Sandwich bei Mic’s vorbeifahren, und beklagt sich, dass ich immer vorne sitzen darf, und Ally schreit Lindsay zu, sie soll die Heizung anmachen, und droht damit, jeden Augenblick an einer Lungenentzündung zu sterben.“
„Das ist einer der Gründe, weshalb ich froh bin, heute Nacht mit Rob zu schlafen: Dann machen sich Lindsay und Elody nicht mehr über mich lustig. Da Ally noch Jungfrau ist, bedeutet es glücklicherweise auch, dass ich nicht die Letzte sein werde. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich diejenige von uns vieren bin, die sich immer an die anderen dranhängt, die einfach nur mitläuft.“
„Nachdem sie weg ist, sitze ich noch ein bisschen mit zurückgelegtem Kopf da und genieße es, dass der Raum sich anfühlt, als machte er Loopings. So ist es, wenn man die Sonne ist, denke ich, und dann denke ich, wie bekifft ich bin, und dann denke ich, wie witzig es ist, zu wissen, dass man bekifft ist, aber nicht aufhören zu können, bekiffte Gedanken zu denken.“
„Es ist eine Probe, noch eine weitere Möglichkeit, Opfer zu bringen. Und von meinen sehr beschränkten Erinnerungen an die Sonntagsschule (meine Mutter hat den Kampf aufgegeben, als ich mit sieben einen tierischen Tobsuchtsanfall bekam und damit drohte, zum Voodoo zu konvertieren, obwohl ich gar nicht genau wusste, was das war) weiß ich, dass es so funktioniert: Man muss Opfer bringen.“

Das Buch bietet eigentlich alles – Es gibt Momente, die einen extrem aufwühlen und traurig machen. Lustige und skurrile Augenblicke, aber ebenso auch die Verzweiflung, die Samantha verspürt, lassen sich nachvollziehen. Letztendlich liest man einfach immer und immer weiter, um zu erfahren wie es denn letztendlich ausgeht – Liegt Samantha vielleicht doch nur im Koma und träumt? Oder gibt es eine andere Erklärung? Die Spannung wird bis zur letzten Seite aufrecht erhalten und dann heißt es leider Abschied nehmen, von Samantha und dem wundervollen Buch.

Zusammenhängede Passage:

„Eins der Dinge, die ich an jenem Morgen gelernt habe: Wenn man eine Grenze überschreitet und nichts passiert, verliert die Grenze ihre Bedeutung. Es ist wie mit dem Rätsel von dem Baum, der im Wald umfällt. Macht das auch dann ein Geräusch, wenn niemand da ist, der es hört?
Man zieht immer wieder eine neue Grenze, immer ein bisschen weiter weg, und überschreitet sie jedes Mal. So verlassen manche Leute irgendwann die Erde. Ihr wärt überrascht, wie leicht es ist, aus der Umlaufbahn auszubrechen, an einen Ort geschleudert zu werden, wo niemand einen berühren kann. Sich zu verlieren – verloren zu gehen.
Oder vielleicht wärt ihr auch nicht überrascht. Vielleicht wissen einige von euch das bereits. Denen kann ich nur sagen: Es tut mir leid.“ (S.186)

Weitere Erscheinungen:

(Quelle: Carlsen Verlag)

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5 Kommentare zu „Schnupper-Sonntag #4

      1. Mir ist der Text zu lang… Ich finde es recht …“anstrengend“, den Titel zu lesen und man wird sozusagen gezwungen, den Text zu lesen, um zu erahnen, ob es ein Thriller, Roman, Historischer Roman, Fantasy ist… Ein kleines Bild, Skizze, o,ä. fände ich hilfreich – aber das ist natürlich Geschmackssache ;-). LG

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