[Buchgedanken] Das Kind

Heute mal wieder ein Gastbeitrag von einer sehr guten Freundin von mir, die ich ohne große Worte von Herrn Fitzek überzeugen konnte. Gemeinsam besuchen wir zusammen mit Christina von books’n’stories im Februar die Noah-Lesung in Köln (für mich ist es dann das zweite Mal, aber es war auch echt super!). Viel Vergnügen, über Kommentare freuen wir uns natürlich. ;D


Hallo zusammen!
Carina hat mich gebeten, ein paar Takte zu Sebastian Fitzek und einem seiner Werke zu schreiben.
Vielleicht kurz zu meiner Person: Ich heiße Diana, bin 23 Jahre alt und schon seit Jahren sehr gut mit Carina befreundet. Wir teilen seit einiger Zeit die Leidenschaft für Fitzeks Psychothriller und verschlingen seine Bücher quasi, wenn es die Zeit neben dem Studium denn zulässt.

das kindIch dachte, ich picke mir „Das Kind“ heraus, was ich erst vor kurzem gelesen habe. Worum es geht? Naja, der Wahnsinn bricht aus – wie immer bei Fitzek.
Dieser Thriller handelt von Robert Stern, einem 45-jährigen Strafverteidiger aus Berlin. Beruflich sehr erfolgreich – privat eher ein Wrack. Den plötzlichen Tod seines Sohnes kurz nach dessen Geburt hat er auch zehn Jahre später nicht vollständig verdaut. Unfähig, nach der Scheidung von seiner damaligen Frau nochmal eine ernsthafte Beziehung zu führen, lebt er seitdem allein und privat abgeschottet in seinem Appartement. Bis er eines Tages Bekanntschaft mit dem zehnjährigen, krebskranken Simon Sachs macht. Weil dieser davon überzeugt ist, in einem früheren Leben ein Serienmörder gewesen zu sein, soll Stern sein Anwalt werden. Stern, der zunächst gar nichts von irgendwelchen Wiedergeburtstheorien hält, fängt jedoch bald an, an seinem eigenen Standpunkt zu zweifeln als Simon ihn zur Ersten von mehreren Leichen führt.
Das war die Kurzfassung. Innerhalb des Thrillers begegnen dem Leser Themen wie Wiedergeburt, Kinderpornografie, Drogen, Gewalt, Korruption und letztlich natürlich der Tod. Ich persönlich musste feststellen, dass es einfach diese allseits bekannte „Faszination des Ekelhaften“ ist, die mich oft stundenlang gefesselt hat. Wie bei einem Autounfall, bei dem man nicht wegsehen kann, musste ich einfach weiterlesen. Unterstützt durch Fitzeks –meiner Meinung nach- genialen Schreibstil, der die Spannung schon von der ersten Seite an aufbaut und mich auch bei seinen vorangegangenen Romanen nicht losgelassen hat. Er beherrscht es einfach, das Verlangen im Leser daskindfilmauszulösen, wissen zu müssen, wie es weitergeht. Dabei verwendet er diese Tabu-Themen, getreu dem Motto „Jeder weiß es, aber keiner redet darüber“. Die Beschreibung mancher Kapitel und Szenarien zeigt, wie sehr sich Fitzek im Vorfeld erst einmal selbst mit diesen Themengebieten auseinander gesetzt haben muss, um so etwas überhaupt schreiben zu können. Eines meiner Lieblingskapitel aus „Das Kind“ ist „Der Handel“, in dem Borchert und Stern den heruntergekommenen Wohnwagen von Harry unter einer Autobahnbrücke aufsuchen. Detailliert und beeindruckend beschrieben; recht aufwühlend und Gänsehaut verursachend – wie ich finde. Ich habe mich schon selber dabei erwischt wie ich kopfschüttelnd und mit großen Augen über diesem Schmöker saß – so als könnte ich nicht glauben, was ich da gerade lese.

Und genau deswegen bin ich ein Fan von Fitzek geworden. Ich persönlich finde, dass alle seine bisherigen Psychothriller (oder zumindest die, die ich bisher gelesen habe) ziemlich gut sind und könnte mich bei einem Ranking jetzt nicht entscheidet, welcher auf Platz eins bei mir stünde.
Aber lest selbst und macht euch ein Bild von Fitzeks unglaublichen Welten, in denen er seine Hauptcharaktere nicht nur einmal an den Rand des Wahnsinns treibt.

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