Buchgeflüster: Insurgent (Divergent #2)


Nachdem der erste Band der Dystopien-Trilogie von mir noch 4/5 Sternen bekommen hat, hat Band 2 mich voll und ganz begeistern können! „Buchgeflüster: Insurgent (Divergent #2)“ weiterlesen

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Sebastian Fitzek – Die Therapie

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Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„Als die halbe Stunde verstrichen war, wusste er, dass er seine Tochter nie wiedersehen würde.“

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird … (www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Er hatte es ihrem Vater versprochen.“

Meine Meinung:

fitzekDie-Therapie

Fitzek’s Debüt-Roman wurde nun auch endlich von mir gelesen, und wie schon bei den vorangegangen Werken „Der Seelenbrecher“ und „Splitter“ konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
In diesem Erstlingswerk geht es um die Schizophrenie. Wir lernen den Protagonisten Viktor Larenz kennen, der auf der Suche nach seiner Tochter ist. Als diese bereits 4 Jahre verschollen ist zieht Viktor sich auf eine Insel zurück, um mittels eines Interviews das Geschehene zu verarbeiten. Plötzlich wacht er jedoch gefesselt an einer Liege in einem Krankenhaus auf – Was stimmt nicht mit dem Psychiater Larenz? Und wer ist die geheimnisvolle Anna Spiegel, die ihm in seinem Haus aufsucht, um ihn von ihrer Schizophrenie zu berichten?
Ich finde es immer sehr schwer einen Fitzek zu rezensieren ohne zu viel vorwegzunehmen und zu verraten. Trotzdem möchte ich gerne auf ein paar Einzelheiten eingehen, somit sollte das nun als Spoiler-Warnung reichen.
Therapy
Gleich nachdem klar wird das Larenz in einer Psychiatrie an einer Liege gefesselt aufwacht kam der Verdacht auf, dass er selbst natürlich an Schizophrenie leidet. Er beginnt seinem vertrauten Arzt seine Geschichte zu erzählen und diese Geschichte bildet das Gerüst des Buches. Er beschreibt wie er auf Anna Spiegel trifft, die er gar nicht behandeln möchte – Die sich aber dann einfach eine Sitzung erschleicht. Sie berichtet von ihrer Schizophrenie, welche sich dahingehend äußert, dass ihre Romanfiguren nachdem sie sie erschaffen hat lebendig werden. Außerdem berichtet sie auch von den Anfängen ihrer Krankheit – Als ihr Vater starb, prügelte sie den zugelaufenen Hund tot – Wie sich für sie viele Jahre später herausstellte, existierte dieser Hund jedoch nie. Larenz Aufmerksamkeit wird jedoch erst geweckt als Spiegel von ihrem letzten Buch berichtet – Ein junges Mädchen, welches an einer Krankheit litt die niemand herausfinden konnte. Die Parallelen zu seiner Tochter scheinen zu groß und unübersehbar, so dass Larenz sie weiterempfängt. Außerdem stellt er Nachforschungen über sie an und ignoriert die Warnung die ihm der Bürgermeister über Spiegel zukommen lässt.
Spiegels Geschichte wird immer unheimlicher, die Parallelen wie sie in Larenz echtem Leben plötzlich auftauchen werfen den Leser zunächst in ein Loch der Verwirrung. Das große Geheimnis, was mit Larenz Tochter passiert ist findet seinen Höhepunkt in der Aussage eines Psychiaters, der Spiegel betreut hat: Sie leidet nicht an Schizophrenie, redet sich dies jedoch ein um ihre Taten besser verarbeiten zu können. Larenz weiß nun, dass Spiegels Geschichte Realität ist und, dass die Dinge, die sie über seine Tochter erzählt hat wahr sind.
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Die Geschichte nimmt ihren Lauf und das Ende hat sich gewaschen. Plötzlich existiert Spiegel nicht mehr, sondern ist nur ein Produkt von Larenz Fantasie in seinem schizophrenen Anfall. Und nicht nur das: Zusätzlich leidet Larenz an dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom, welches ihn zu einem Täter macht. Zwei schreckliche Dinge, die hier aufeinander treffen und sich zu einem spannenden Psychothriller verweben. Das Ende ist umso spannender, als die Frage nach dem Verbleib der Leiche auftritt. Was ist damit geschehen? Wo liegt Josy verscharrt? Und was ist mit der Mutter? Ist sie am Ende doch für mehr verantwortlich als es scheint?
Fitzek schafft es wieder einmal um die harte Realität zweier schrecklicher Krankheiten eine spannende Geschichte zu basteln, die einem eine Gänsehaut über den Rücken treibt. Und ob man das Ende nun gerecht und fair findet oder nicht – Larenz findet seinen Frieden und die Gefahr die von ihm ausgeht findet ein Ende.

Über den Autor:

Sebastian David Fitzek (* 13. Oktober 1971 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Bis heute lebt er in seiner Heimatstadt und arbeitet in der Programmdirektion des Berliner Radiosenders 104.6 RTL. Er studierte Jura bis zum ersten Staatsexamen, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands.
Fitzek schrieb als Ko-Autor gemeinsam mit dem Namensforscher Jürgen Udolph das Sachbuch Professor Udolphs Buch der Namen, das 2005 bei Bertelsmann erschienen ist. Der Spiegelbestseller war Vorlage für das Fernsehformat Deutschland – deine Namen, an dessen Entwicklung Fitzek beteiligt war. Die Sendung wurde im März 2006 vom ZDF unter der Moderation Johannes B. Kerners ausgestrahlt.
Seit 2006 schreibt Fitzek Psychothriller, die allesamt zu Bestsellern wurden. Sein Erstlingswerk Die Therapie erschien im Juli 2006 im Droemer Knaur Verlag, wie auch seine darauf folgenden. Die Filmrechte an dem Buch kaufte die Odeon Film AG. Im Jahr 2007 wurde Die Therapie als bestes Krimi-Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Fitzeks nächster Thriller Amokspiel erschien im April 2007, für den die Goldkind Film AG die Filmrechte kaufte. 2012 erfolgte mit Das Kind die Verfilmung seines gleichnamigen Romans.
Fitzeks Werke sind bislang in 18 Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren wird er auch in England und den USA verlegt. Seine Gesamtauflage liegt bei bisher 3,5 Millionen verkauften Bücher.
(Quelle: www.wikipedia.de)

Weitere Werke:

Verfilmungen:

Erschienen im Droemer Knaur Verlag.

Aimée Carter – Das göttliche Mädchen

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5 sterne

– Leseprobe –

Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„»Wie ist es diesmal passiert?«“

Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
(www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Ich mochte vielleicht nicht geplant haben, ewig zu leben, aber jetzt, da es so sein würde, wollte ich aus jedem Moment das Beste machen.“

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn des Buches wollte ich es schon wieder weg legen weil es mich total verwirrt hat. Der Prolog ist zu Beginn des Buches wirklich nichtssagend, ich konnte mich jedoch überwinden und hab den Prolog zunächst erst einmal geflissentlich ignoriert. (Am Ende macht er übrigens auch Sinn.) Zum Glück! „Das Göttliche Mädchen“ war mein Monatshighlight im Januar und auch wenn die Geschichte abgeschlossen ist werde ich sicher auch noch Band 2 lesen, um erneut in die Welt von Kate und Henry abtauchen zu können.
Beginnen möchte ich mit meiner Einschätzung gegenüber den Protagonisten Kate und Henry.
Kate ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird. Sie ist ein toller Charakter, den ich von Beginn an mochte und die ich gerne an ihren Herausforderungen hab wachsen sehen. Sie ist ein junges, starkes Mädchen, welches zwar eigensinnig jedoch gleichzeitig auch aufopfernd ist: Wie sie sich um ihre kranke Mutter kümmert, konnte ich nur bewundern und ihre Angst ihrer Mutter Lebewohl zu sagen konnte man sehr gut nachvollziehen. Immerhin war Kates Mum die Einzige Freundin die Kate jemals kannte. Diese anfänglichen Szenen mit ihrer Mutter fand ich sehr tragisch und aufwühlend, wohingegen die späteren Szenen einen schönen und friedlichen Kontrast bildeten. Henry, dessen Rolle mich im Prolog so verwirrte, wird am Anfang sehr düster beschrieben. Jedoch stellt man sich Hades allgemein ja nicht unbedingt als den besten Freund des Menschen vor (gerade wenn man mal an Disney’s Herkules denkt), weshalb ich diese Umschreibungen von ihm sehr mochte. Mit der Zeit wurde Henry mir jedoch immer sympathischer, er kümmert sich um Kate und ist nichts von alldem was man sich unter Hades vorstellt. Warum die Angestellten Angst vor ihm haben kann er selbst nicht verstehen und ich muss gestehen: Bis jetzt weiß ich es auch nicht. Es bleibt abzuwarten ob in den Folgebänden vielleicht noch etwas nicht so schickliches über Henry ans Tageslicht gerät.
[Spoiler!!!] Die Naivität die Henry bezüglich Caliopie jedoch an den Tag legt fand ich nicht so gut dargestellt und etwas enttäuschend – Er weiß, dass sie ihn liebt und mit ihm zusammen sein möchte und dann verdächtigt NIEMAND sie, die Mädchen vor Kate getötet zu haben?!
Der Gesamtplot und die Aufmachung des Buches konnte mich jedoch restlos begeistern und war großartig – Das alles was Kate erlebt zu irgendeiner der Prüfungen gehört und alle Figuren irgendwie eine Rolle spielen wurde am Ende mit einem verzückten Ausruf meinerseits quittiert. Auch wenn man von den Prüfungen an sich gar nicht so viel mitbekommen hat, fand ich die Auflösung am Ende sehr spannend und gut gelöst.
Englisches Cover
Ich habe viele Meinungen gelesen, dass in diesem Buch viele Verknüpfungen zwischen griechischer Mythologie und dem christlichen Glauben geknüpft werden – Ich muss dem widersprechen. Bis auf die Tatsache, dass die Prüfungen denen Kate sich unterziehen muss, die 7 Todsünden sind, konnte ich keine Verbindungen zu christlichen Glaubensvorstellungen finden. Weder wird die Unterwelt als Hölle gebrandmarkt, noch finde ich Anspielungen auf die 10 Gebote oder ähnliches.
Ebenso wurde häufig kritisiert, dass die Mythologie zu kurz kommt. Ich empfinde die Menge an Mythologie-Elementen, die in diesem Buch benutzt wurden, weder zu wenig noch zu viel. Wären es mehr gewesen, hätte es das Ganze, meiner Meinung nach, mehr zu einem Lehrbuch über Griechische Mythologie gemacht. Hin und wieder ein paar Einzelheiten einfließen zu lassen hat mir sehr gut gefallen, das hat das Ganze „leicht verdaulich“ gemacht. Ebenso gut gefallen hat mir sowohl die Verknüpfung als auch die Parallele von Kate – Persephone und ihrer Mutter Demeter. Persephone als erste Tochter von Demeter für Hades vorgesehen, wird von Kate, der zweiten Tochter von Demeter für Hades abgelöst, nachdem diese ein sterbliches Leben wählte. Ich fand es herrlich!
Letztendlich bleiben mir noch eine Frage: Welche Gottheit wird Kate nun verkörpern? Oder ist sie einfach nur ein unsterblicher Mensch?

Ob es nun am Namen Henry lag oder an dem großen Haus, welches mich immer an die Tudors denken ließ – Ich hatte von Kate und Henry folgendes Bild:
henry_und_anne

Über die Autorin:

Aimee_CarterAimee Carter is an American author, born in 1986 and raised in Michigan. She began writing fan fiction at the age of 11. Four years later, she wrote her first original story. Her first young adult novel, The Goddess Test, was published by Harlequin in May 2011.
Aimee graduated from the University of Michigan with a degree in Screen Arts and Cultures. Aimee also earned a First Degree black belt in Tae Kwon Do from Progressive Martial Arts.
(Quelle: www.wikipedia.com)

Erschienen im Mira Verlag. Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionexemplars.

Rezension: Das Tal Season 2.2 – Das Erbe

Ein unerwartetes Ereignis.
Eine unbekannte Wahrheit.
Ein Wettlauf gegen die Zeit.

 

Eckdaten:
Autor: Krystyna Kuhn
Verlag: Arena-Verlag (2012)
Teil einer Reihe? Ja, 2. Teil der 2. Season
Preis: 9.99 €
Broschiert, 251 Seiten

Es ist Prüfungszeit am Grace College und Rose, Chris, Katie und die anderen haben beschlossen, die Geheimnisse des Tals für ein paar Tage ruhen zu lassen. Aber während die Studenten gerade über der Englischklausur brüten, passiert das Unfassbare. Einer ihrer Kommilitonen dreht völlig durch. Er droht, sie alle zu töten. Während der Sicherheitsdienst das Collegegebäude räumt, um die anderen Studenten in Sicherheit zu bringen, versuchen Rose, Katie, Debbie und Chris vergeblich, den Amokläufer zu beruhigen. Doch der will nur mit einem sprechen. Mit David. Und der ist spurlos verschwunden …

Inhalt:

Erster Satz:
Roberts Notizbuch
Von der Felswand fiel kalte Luft.

In diesem Band erwarten uns wieder einmal zwei Sichten, aus denen die Handlung berichtet wird. Außerdem werden immer mal wieder Auszüge aus Roberts Notizbuch eingestreut. Dieser hofft endlich das Geheimnis von Dave Yellad gelöst zu bekommen und überredet David mit ihm in die „Höhle“ unter dem See zu kommen. Gerade als sie ankommen erhalten sie eine Nachricht von einem ihrer Freunde und beide wissen, dass etwas Schreckliches passiert ist. Diese Szenen werden aus Davids Sicht geschildert, bilden jedoch zu Beginn nur die Nebenerzählung. Die Haupterzählung kommt wieder einmal Rose zu – Diese sitzt mit ihren Freunden gerade in ihrer Englischprüfung, als plötzlich der Alarmcode 111 ausgegeben wird – Ein Amoklauf. Nicht ahnend, dass sich der Amokläufer unter ihren Freunden befindet, handelt sie als einzige mit einem klaren Kopf und verschließt die Tür – Ein Fehler, den sie schon bald bereuen wird…

Letzter Satz:
Ein Lächeln überzog sein Gesicht.

Rezension:

Wow, dieser Band hat es in sich. Es ist schwer darüber zu schreiben ohne zu viel zu verraten.

Wie immer gelingt es Kuhn einen in Bann zu ziehen – Mit diesem Band jedoch weniger mit der mystischen Atmosphäre, die das Tal umgibt. Hier geht es vielmehr um den zwischenmenschlichen Teil, den Amoklauf und der Vergangenheit von David. Abgesehen davon wird einem bewusst gemacht wie stark mittlerweile der Zusammenhalt der Gruppe ist, wie sehr sie füreinander einstehen und das nur das Tal sie zu diesen Menschen gemacht haben kann.

Das Mysterium um das Tal selbst spielt in diesem Band eine eher untergeordnete Rolle. Robert, der immer noch versucht das Rätsel zu lösen, scheint immer mehr an des Rätsels Lösung zu kommen. Bisher scheint es ihm jedoch nicht gelungen es komplett zu lösen und diese Erkenntnis frisst ihn auf. Man merkt es ganz deutlich an seinen Aufzeichnungen und seinem Verhalten, dass Robert sich nichts sehnlicher wünscht als endlich hinter das Geheimnis zu kommen. Dennoch ist ihm das Leben seiner Freunde und seiner Schwester wichtiger und so entscheidet er sich im letzten Augenblick doch noch seinen Freunden zu helfen.

Über den Amoklauf an sich kann ich nicht viel verraten, weil  ich sonst zu viel vom Inhalt verrate. Es hat mich erschreckt, dass dieses Thema aufgegriffen wird – Und ich bewundere Kuhn für die Worte, die sie gefunden hat – Man kann sich in jeden einzelnen hineinversetzen, und das macht dieses Buch zu einem schockierenden und aufrüttelnden Erlebnis. Dass nebenbei auch noch Davids schreckliche Vergangenheit  in diese spannende Geschichte hineingeflochtet wird und somit endlich Davids Charakter und seine Eigenarten erklärt werden, hat das Ganze für mich abgerundet und zu einem „schönen“ Leseerlebnis gemacht – Obwohl das Ende einen echt miesen Cliffhanger hat. Ich kann es kaum erwarten die letzten beiden Teile dieser Reihe zu lesen – Und hoffe, dass sie nächstes Jahr dann auch erscheinen…

Kurzrezension 2 in 1: Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch – Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter



Die Geschichte einer ersten Liebe wurde noch nie so schön erzählt. Aufgeteilt in die zwei Bände Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter erweckt Carina Bartsch mit ihren ersten beiden Romanen ein schönes, wohliges Gefühl – und regt die Fantasie ungemein an.
Emely Winter und Elyas Schwarz sind unsere Protagonisten. Elyas ist der Bruder von Alex, der besten Freundin von Emely. Vor langer Zeit war Emely in Elyas verliebt – Und nachdem er zunächst ihre Gefühle zu erwidern schien, gab er ihr einen Korb. Diesen Tag nie vergessend ist Emely alles andere als begeistert als Alex zu ihrem Bruder zieht – Hat sie doch die letzten Jahre gut vermeiden können ihm zu begegnen. Man kann es verstehen. Jede Frau könnte Emely verstehen, sobald sie erfährt was ihr widerfahren ist. Was ein Arschloch!
Es kommt wie es kommen muss – Elyas verhält sich unmöglich gegenüber Emely und man wird, wie Emely, dass Gefühl nicht los, dass er erst Ruhe gibt, wenn Emely sich hat begatten lassen. Erst langsam merkt man, dass doch mehr hinter all dem steckt. Ist Elyas wirklich nur auf schnellen Sex mit Emely aus? Welches Geheimnis hat der junge, gutaussehnde Mann, in den Emely sich wieder verliebt? Und wer ist überhaupt Luca? Was wird aus Emely und Elyas, nachdem sich das ein oder andere Missverständis aufgeklärt hat? Ist Elyas doch nicht so ein riesiges Arschloch wie gedacht?
Bartsch schafft es, dass einem die Geschichte noch lange nach Beenden des Buches begleitet. Außerdem schafft sie es, dass man nach Teil 1 sofort Teil 2 lesen möchte um herauszufinden wie es weitergeht. Ihre Komik, ihr Sarkasmus, ihre Ironie und das wahre Leben – Eine perfekte Geschichte in zwei schönen Romanen. Zum Träumen, Lachen, Weinen und einfach zum Weiterempfehlen!

Kirschroter Sommer

4sterne

Türkisgrüner Winter

5 sterne

Eckdaten:

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Kurzrezension: Splitter

Sebastian Fitzek – Splitter

Nachdem ich den „Seelenbrecher“ gelesen habe konnte ich nicht widerstehen und habe mir die anderen Fitzek’s bestellt. „Splitter“ war dann meine Wahl, weil er nach dem Seelenbrecher spielt.
Auch der Folgeband, der keine Fortsetzung darstellt, jedoch trotzdem Figuren aus dem Seelenbrecher beheimatet, konnte mich begeistern. Auch die beiläufige Erwähnung des Nachfolgers „Der Augensammler“ fand bei mir gutes gefallen – Ich bin gespannt ob die Bücher letztlich alle irgendwie miteinander verbunden sind.
Splitter ist ein Psychothriller ohne Vergleich. Wir begegnen hier einen jungen Mann, der nicht mehr weiß ob seine Erinnerungen echt oder unecht sind – Ob er existiert, ob sein Leben existiert oder sich alles nur in seinem Kopf abspielt. Seine Frau, bei einem Unfall verstorben, steht plötzlich wieder vor ihm. Seine Wohnung, die er bezogen hat, kann er nicht mehr betreten – Und dann plötzlich taucht sein Schwiegervater auf und alles ist wieder normal. Seine Frau tot, die Wohnung die seine. Einzige Erklärung für den Leser und auch für Marc selbst: Die Bleibtreu-Klinik und das MME-Experiment: Memory-Experiment – Lernen zu vergessen. Wie auch schon beim Seelenbrecher löste bei mir der Gedanke „es ist nicht unrealistisch“ eine Gänsehaut aus, während ich das Buch las.
Neben dieser Hauptgeschichte, gibt es auch noch eine Nebengeschichte mit Benny, dem Bruder des Protagonisten, der eine seltene Erkrankung hat: Sieht er einen Menschen leiden, leidet er in all seiner Form mit und das verursacht ihn höllische, emotinoale Schmerzen. Das Ausnutzend gerät er in die Machenschaften einer dubiosen Türsteherszene, die ihm weitaus mehr in die Mangel nimmt, als er es sich vorstellt.

Das Ende des Thrillers ist überraschend und unberechenbar. Fitzek gelingt es wieder einmal das Unmögliche möglich zu machen und konnte mich erneut fesseln. Auch dieses Buch kann ich jedem Freund des Wahns weiterempfehlen.

5 sterne

Eckdaten:

droemer knaur