Aimée Carter – Das göttliche Mädchen

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5 sterne

– Leseprobe –

Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„»Wie ist es diesmal passiert?«“

Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
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Letzter Satz:
„Ich mochte vielleicht nicht geplant haben, ewig zu leben, aber jetzt, da es so sein würde, wollte ich aus jedem Moment das Beste machen.“

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn des Buches wollte ich es schon wieder weg legen weil es mich total verwirrt hat. Der Prolog ist zu Beginn des Buches wirklich nichtssagend, ich konnte mich jedoch überwinden und hab den Prolog zunächst erst einmal geflissentlich ignoriert. (Am Ende macht er übrigens auch Sinn.) Zum Glück! „Das Göttliche Mädchen“ war mein Monatshighlight im Januar und auch wenn die Geschichte abgeschlossen ist werde ich sicher auch noch Band 2 lesen, um erneut in die Welt von Kate und Henry abtauchen zu können.
Beginnen möchte ich mit meiner Einschätzung gegenüber den Protagonisten Kate und Henry.
Kate ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird. Sie ist ein toller Charakter, den ich von Beginn an mochte und die ich gerne an ihren Herausforderungen hab wachsen sehen. Sie ist ein junges, starkes Mädchen, welches zwar eigensinnig jedoch gleichzeitig auch aufopfernd ist: Wie sie sich um ihre kranke Mutter kümmert, konnte ich nur bewundern und ihre Angst ihrer Mutter Lebewohl zu sagen konnte man sehr gut nachvollziehen. Immerhin war Kates Mum die Einzige Freundin die Kate jemals kannte. Diese anfänglichen Szenen mit ihrer Mutter fand ich sehr tragisch und aufwühlend, wohingegen die späteren Szenen einen schönen und friedlichen Kontrast bildeten. Henry, dessen Rolle mich im Prolog so verwirrte, wird am Anfang sehr düster beschrieben. Jedoch stellt man sich Hades allgemein ja nicht unbedingt als den besten Freund des Menschen vor (gerade wenn man mal an Disney’s Herkules denkt), weshalb ich diese Umschreibungen von ihm sehr mochte. Mit der Zeit wurde Henry mir jedoch immer sympathischer, er kümmert sich um Kate und ist nichts von alldem was man sich unter Hades vorstellt. Warum die Angestellten Angst vor ihm haben kann er selbst nicht verstehen und ich muss gestehen: Bis jetzt weiß ich es auch nicht. Es bleibt abzuwarten ob in den Folgebänden vielleicht noch etwas nicht so schickliches über Henry ans Tageslicht gerät.
[Spoiler!!!] Die Naivität die Henry bezüglich Caliopie jedoch an den Tag legt fand ich nicht so gut dargestellt und etwas enttäuschend – Er weiß, dass sie ihn liebt und mit ihm zusammen sein möchte und dann verdächtigt NIEMAND sie, die Mädchen vor Kate getötet zu haben?!
Der Gesamtplot und die Aufmachung des Buches konnte mich jedoch restlos begeistern und war großartig – Das alles was Kate erlebt zu irgendeiner der Prüfungen gehört und alle Figuren irgendwie eine Rolle spielen wurde am Ende mit einem verzückten Ausruf meinerseits quittiert. Auch wenn man von den Prüfungen an sich gar nicht so viel mitbekommen hat, fand ich die Auflösung am Ende sehr spannend und gut gelöst.
Englisches Cover
Ich habe viele Meinungen gelesen, dass in diesem Buch viele Verknüpfungen zwischen griechischer Mythologie und dem christlichen Glauben geknüpft werden – Ich muss dem widersprechen. Bis auf die Tatsache, dass die Prüfungen denen Kate sich unterziehen muss, die 7 Todsünden sind, konnte ich keine Verbindungen zu christlichen Glaubensvorstellungen finden. Weder wird die Unterwelt als Hölle gebrandmarkt, noch finde ich Anspielungen auf die 10 Gebote oder ähnliches.
Ebenso wurde häufig kritisiert, dass die Mythologie zu kurz kommt. Ich empfinde die Menge an Mythologie-Elementen, die in diesem Buch benutzt wurden, weder zu wenig noch zu viel. Wären es mehr gewesen, hätte es das Ganze, meiner Meinung nach, mehr zu einem Lehrbuch über Griechische Mythologie gemacht. Hin und wieder ein paar Einzelheiten einfließen zu lassen hat mir sehr gut gefallen, das hat das Ganze „leicht verdaulich“ gemacht. Ebenso gut gefallen hat mir sowohl die Verknüpfung als auch die Parallele von Kate – Persephone und ihrer Mutter Demeter. Persephone als erste Tochter von Demeter für Hades vorgesehen, wird von Kate, der zweiten Tochter von Demeter für Hades abgelöst, nachdem diese ein sterbliches Leben wählte. Ich fand es herrlich!
Letztendlich bleiben mir noch eine Frage: Welche Gottheit wird Kate nun verkörpern? Oder ist sie einfach nur ein unsterblicher Mensch?

Ob es nun am Namen Henry lag oder an dem großen Haus, welches mich immer an die Tudors denken ließ – Ich hatte von Kate und Henry folgendes Bild:
henry_und_anne

Über die Autorin:

Aimee_CarterAimee Carter is an American author, born in 1986 and raised in Michigan. She began writing fan fiction at the age of 11. Four years later, she wrote her first original story. Her first young adult novel, The Goddess Test, was published by Harlequin in May 2011.
Aimee graduated from the University of Michigan with a degree in Screen Arts and Cultures. Aimee also earned a First Degree black belt in Tae Kwon Do from Progressive Martial Arts.
(Quelle: www.wikipedia.com)

Erschienen im Mira Verlag. Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionexemplars.