[Buchgeflüster] Der Nachtwandler

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[Buchgeflüster] The Way Of Kings

Hallöchen! 🙂
Heute gibt es einmal eine Rezension von einem Bekannten, der namentlich nicht genannt werden möchte. Zum Geburtstag schenkte ich ihm den Auftakt der „Stormlight Archive“-Reihe von Brandon Sanderson und im Folgenden lässt er euch an seiner Meinung darüber teilhaben.
Im Deutschen ist der erste Band in zwei Bände aufgeteilt erschienen. Das Ganze wurde im Heyne-Verlag unter den Namen „Der Weg der Könige“ und „Der Pfad der Winde“ veröffentlicht.

CoverInfos:
  • Brandon Sanderson
  • High-Fantasy
  • Macmillian US
  • Taschenbuch, 1258 Seiten
  • 6,20 €
  • Teil einer Reihe? Stormlight Archive
  • Homepage

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Sebastian Fitzek – Die Therapie

Header

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Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„Als die halbe Stunde verstrichen war, wusste er, dass er seine Tochter nie wiedersehen würde.“

Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. Vier Jahre später: Der trauernde Viktor hat sich in ein abgelegenes Ferienhaus zurückgezogen. Doch eine schöne Unbekannte spürt ihn dort auf. Sie wird von Wahnvorstellungen gequält. Darin erscheint ihr immer wieder ein kleines Mädchen, das ebenso spurlos verschwindet wie einst Josy. Viktor beginnt mit der Therapie, die mehr und mehr zum dramatischen Verhör wird … (www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Er hatte es ihrem Vater versprochen.“

Meine Meinung:

fitzekDie-Therapie

Fitzek’s Debüt-Roman wurde nun auch endlich von mir gelesen, und wie schon bei den vorangegangen Werken „Der Seelenbrecher“ und „Splitter“ konnte ich das Buch nicht mehr weglegen.
In diesem Erstlingswerk geht es um die Schizophrenie. Wir lernen den Protagonisten Viktor Larenz kennen, der auf der Suche nach seiner Tochter ist. Als diese bereits 4 Jahre verschollen ist zieht Viktor sich auf eine Insel zurück, um mittels eines Interviews das Geschehene zu verarbeiten. Plötzlich wacht er jedoch gefesselt an einer Liege in einem Krankenhaus auf – Was stimmt nicht mit dem Psychiater Larenz? Und wer ist die geheimnisvolle Anna Spiegel, die ihm in seinem Haus aufsucht, um ihn von ihrer Schizophrenie zu berichten?
Ich finde es immer sehr schwer einen Fitzek zu rezensieren ohne zu viel vorwegzunehmen und zu verraten. Trotzdem möchte ich gerne auf ein paar Einzelheiten eingehen, somit sollte das nun als Spoiler-Warnung reichen.
Therapy
Gleich nachdem klar wird das Larenz in einer Psychiatrie an einer Liege gefesselt aufwacht kam der Verdacht auf, dass er selbst natürlich an Schizophrenie leidet. Er beginnt seinem vertrauten Arzt seine Geschichte zu erzählen und diese Geschichte bildet das Gerüst des Buches. Er beschreibt wie er auf Anna Spiegel trifft, die er gar nicht behandeln möchte – Die sich aber dann einfach eine Sitzung erschleicht. Sie berichtet von ihrer Schizophrenie, welche sich dahingehend äußert, dass ihre Romanfiguren nachdem sie sie erschaffen hat lebendig werden. Außerdem berichtet sie auch von den Anfängen ihrer Krankheit – Als ihr Vater starb, prügelte sie den zugelaufenen Hund tot – Wie sich für sie viele Jahre später herausstellte, existierte dieser Hund jedoch nie. Larenz Aufmerksamkeit wird jedoch erst geweckt als Spiegel von ihrem letzten Buch berichtet – Ein junges Mädchen, welches an einer Krankheit litt die niemand herausfinden konnte. Die Parallelen zu seiner Tochter scheinen zu groß und unübersehbar, so dass Larenz sie weiterempfängt. Außerdem stellt er Nachforschungen über sie an und ignoriert die Warnung die ihm der Bürgermeister über Spiegel zukommen lässt.
Spiegels Geschichte wird immer unheimlicher, die Parallelen wie sie in Larenz echtem Leben plötzlich auftauchen werfen den Leser zunächst in ein Loch der Verwirrung. Das große Geheimnis, was mit Larenz Tochter passiert ist findet seinen Höhepunkt in der Aussage eines Psychiaters, der Spiegel betreut hat: Sie leidet nicht an Schizophrenie, redet sich dies jedoch ein um ihre Taten besser verarbeiten zu können. Larenz weiß nun, dass Spiegels Geschichte Realität ist und, dass die Dinge, die sie über seine Tochter erzählt hat wahr sind.
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Die Geschichte nimmt ihren Lauf und das Ende hat sich gewaschen. Plötzlich existiert Spiegel nicht mehr, sondern ist nur ein Produkt von Larenz Fantasie in seinem schizophrenen Anfall. Und nicht nur das: Zusätzlich leidet Larenz an dem Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom, welches ihn zu einem Täter macht. Zwei schreckliche Dinge, die hier aufeinander treffen und sich zu einem spannenden Psychothriller verweben. Das Ende ist umso spannender, als die Frage nach dem Verbleib der Leiche auftritt. Was ist damit geschehen? Wo liegt Josy verscharrt? Und was ist mit der Mutter? Ist sie am Ende doch für mehr verantwortlich als es scheint?
Fitzek schafft es wieder einmal um die harte Realität zweier schrecklicher Krankheiten eine spannende Geschichte zu basteln, die einem eine Gänsehaut über den Rücken treibt. Und ob man das Ende nun gerecht und fair findet oder nicht – Larenz findet seinen Frieden und die Gefahr die von ihm ausgeht findet ein Ende.

Über den Autor:

Sebastian David Fitzek (* 13. Oktober 1971 in Berlin) ist ein deutscher Schriftsteller und Journalist. Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Bis heute lebt er in seiner Heimatstadt und arbeitet in der Programmdirektion des Berliner Radiosenders 104.6 RTL. Er studierte Jura bis zum ersten Staatsexamen, promovierte im Urheberrecht und arbeitete dann als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen Deutschlands.
Fitzek schrieb als Ko-Autor gemeinsam mit dem Namensforscher Jürgen Udolph das Sachbuch Professor Udolphs Buch der Namen, das 2005 bei Bertelsmann erschienen ist. Der Spiegelbestseller war Vorlage für das Fernsehformat Deutschland – deine Namen, an dessen Entwicklung Fitzek beteiligt war. Die Sendung wurde im März 2006 vom ZDF unter der Moderation Johannes B. Kerners ausgestrahlt.
Seit 2006 schreibt Fitzek Psychothriller, die allesamt zu Bestsellern wurden. Sein Erstlingswerk Die Therapie erschien im Juli 2006 im Droemer Knaur Verlag, wie auch seine darauf folgenden. Die Filmrechte an dem Buch kaufte die Odeon Film AG. Im Jahr 2007 wurde Die Therapie als bestes Krimi-Debüt für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Fitzeks nächster Thriller Amokspiel erschien im April 2007, für den die Goldkind Film AG die Filmrechte kaufte. 2012 erfolgte mit Das Kind die Verfilmung seines gleichnamigen Romans.
Fitzeks Werke sind bislang in 18 Sprachen übersetzt. Als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren wird er auch in England und den USA verlegt. Seine Gesamtauflage liegt bei bisher 3,5 Millionen verkauften Bücher.
(Quelle: www.wikipedia.de)

Weitere Werke:

Verfilmungen:

Erschienen im Droemer Knaur Verlag.

Alexandra Potter – Ein Mann wie Mr. Darcy

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Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass eine Junggesellin im Besitz ihres Verstandes nichts dringender braucht als einen anständigen Mann.“

Emily hat die Nase voll von Männern, die entweder inakzeptabel sind, Angst vor Beziehungen haben oder noch bei Mama wohnen. Dabei will sie doch nur einen netten, gut aussehenden Mann mit Charme und Manieren. Ist das denn so schwer zu finden? Im wahren Leben anscheinend schon. In der Phantasie jedoch hat Emily ihren Traummann längst gefunden: Mr. Darcy aus Jane Austens Roman „Stolz und Vorurteil“. Verglichen mit dem Journalisten, den Emily auf einer Englandreise kennen lernt, ist Darcy einfach perfekt. Aber ist die Phantasie wirklich besser als die Wirklichkeit? (www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Schreiben Sie sich das hinter die Ohren, und grübeln Sie mal darüber nach, Mr. Darcy.“

Meine Meinung:

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Ein Mann wie Mr. Darcy ist ein Buch an dem ich lange gelesen habe, weshalb ich bei der Bewertung etwas zwiegespalten bin. Einerseits hab ich mir Anfang sehr schwer getan mit Potters Stil, ich konnte kaum zwei Kapitel durchgängig lesen, weil sich alles ziemlich hinzog. Dabei war es nicht mal wirklich schlecht, aber es konnte mich nicht wirklich packen. Andererseits fand ich die Idee hinter dem Buch großartig und zum Ende hin war der Lesefluss auch etwas lockerer und nicht mehr ganz so stockend. Das Ende des Buches hat mir sehr gefallen, da es wie ein kleines, modernes Stolz & Vorurteil endet.
Kleiner Spoiler: „Ich habe die letzten Tage nichts besonders viel gelesen und bin immer noch ziemlich am Anfang. Es ist eine meiner Lieblingsszenen – jene, in der Elizabeth und Mr. Darcy auf dem Ball in Netherfield sind und Mr. Darcy sie soeben um den nächsten Tanz gebeten hat. Überrascht sagt sie Ja, doch als er weggeht, fragt sie sich, was um alles in der Welt sie sich dabei gedacht hat. […] Oh Gott, ich weiß ganz genau, was sie empfindet. Automatisch denke ich an Spike, ehe ich sofort versuche, den Gedanken beiseitezuschieben. »Vergiss nicht, was du beschlossen hast, Emily«, ermahne ich mich streng. Ich blättere um und lese weiter. Die beiden treten nun auf die Tanzfläche: An dieser Stelle tut mir Elisabeth immer ein bisschen leid. Sie verteidigt Wickham so leidenschaftlich und irrt sich doch so grundlegend in ihm. […] Sie ist so scheinheilig, als sie das sagt. Wenn sich jemand durch Vorurteile blenden lässt, dann ist es ja wohl Elisabeth! Ich denke an die vorangegangen Szenen. Sie war von Anfang an gegen Mr. Darcy, seit er ihren Stolz verletzt hatte, indem er sie ziemlich langweilig und durchschnittliche aussehend genannt hatte. Ich halte inne. Was denn? Nein, falsch. Das war Spike, der mich so genannt hat. Mr. Darcy hat Elisabeth als ganz annehmbar und nicht hübsch genug bezeichnet. Ich schüttele den Kopf. Mein Gott, wie schräg![…] Mit einem Mal sind die Parallelen schlicht und einfach zu zahlreich, um sie zu ignorieren, und mir geht förmlich ein Kronleuchter auf. Moment mal! Dasselbe hätte ebenso gut über Spike und mich geschrieben worden sein können, man müsste nur die Namen austauschen. Kaum ist mir der Gedanke gekommen, kann ich es nicht glauben, dass mir das nicht schon früher aufgefallen ist. Ich beginne, das Buch durchzublättern. Ja, je länger ich darüber nachdenke, desto deutlicher springen mir die Ähnlichkeiten ins Auge, während Gespräche, Behauptungen, Blicke, Gefühle vor mir vorbeiziehen, als würde ich durch ein Rolodex blättern…“ (S.344-346)
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An Emilys Charakter find ich auch sowohl positives, als auch negatives. Gefallen hat mir ihre erfrischende, lustige Art und der Vergleich zu Elizabeth am Ende – Zeigt die Autorin doch damit, wie zeitlos Austen’s Werk und ihre Rollen sind. Was mich hier nun wieder einmal stört ist Emilys Beziehung zu Spike – Wie in so vielen Büchern und Filmen: Wie kann man innerhalb einer Woche davon sprechen jemanden zu Lieben? Zudem es in dem Fall besonders krass ist, da beide kaum zwei Worte miteinander gewechselt haben und wenn dann haben sie sich angegiftet. Ich verstehe einfach die Intention dahinter nicht und das hat für mich auch keinen Sinn ergeben.
Spike, der mir anfangs sehr unsympathisch war entwickelte sich in Laufe des Bandes doch noch zum „Guten“, der mit seinen Taten jedoch nicht prahlt. Gerade sein Liebesgeständnis an Emily fand ich mehr als fragwürdig. Vielleicht liegt das jedoch auch daran, dass sein Charakter nie wirklich erklärt wird, sondern einfach nur hingenommen wird. Ich verstehe, dass eine Liebesgeschichte dargestellt werden musste, allein des Vergleiches zu Elisabeth und Mr. Darcy wegen, ich hätte mir sie jedoch etwas anders gewünscht.
Nun zu dem Mann, um den sich die Welt dreht: Mr. Darcy. Sein „Erscheinen“ macht das Buch zu einem kleinen verzauberten Märchen – Für Emily und den Lesern. Besonders beeindruckend fand ich Potters Interpretationen von Austen’s Umschreibungen für Mr. Darcy. „In Stolz und Vorurteil beschreibt Jane Austen Mr. Darcy als »düster grübelnd«, was sich durchaus attraktiv anhören mag, in Wahrheit aber lediglich bedeutet, dass er schnell beleidigt ist. »Stolz« – darauf bin ich ziemlich schnell gekommen – heißt nichts anderes als sexistisch, und was das »arrogante« Auftreten betrifft, bedeutet es in Wirklichkeit, dass er ein ziemlicher Snob ist.“ (S. 348) In diesen Mr. Darcy hätte sich weiß Gott keine Frau je verliebt – Aber genau das ist letztlich auch das etwas platte Fazit des ganzen Romans: Die Fantasie ist nie so gut wie die Realität. „Ich habe ihn auch nie geliebt. Ich habe die Vorstellung von ihm geliebt und das, was er darstellt, aber nicht die Realität. Natürlich heißt das nicht, dass ich ihn nicht anziehend fände, wem würde das nicht so gehen? Dieser Mann ist der feuchte Traum jedes weiblichen Wesens. Aber wie soll jemals ein Mann an die Fantasieversion heranreichen, die ich mir in all den Jahren zurechtgelegt habe?“(S. 348) Zum Schluss noch etwas wirklich Positives: Die eingestreuten Zitate aus Stolz & Vorurteil, die Emily immer wieder an ihre eigene Lebenssituation erinnert. Zum einen kommt man so selbst noch einmal ein wenig in die Geschichte rund um Elisabeth und Mr. Darcy rein, zum anderen war es eine schöne Abwechslung.
[Spoiler!!!] Als sich am Ende die Reiseleiterin als wahrhafte Jane Austen entpuppt hat es dem Ganzen noch einmal eine ganz andere Sichtweise gegeben.
Die Nebengeschichten waren ganz interessant, besonders die Geschichte mit dem Busfahrer und der in Vergessenheit geratenen Schauspielerin – Auch Emilys persönliches Happy End hat mich sehr gefreut. Alles in Allem war das Buch mehr als okay, jedoch nicht sonderlich herausragend. Ich bin gespannt wie es mir mit „Dem Wunschzettel“ von Potter ergeht.

Über den Autor:

apotter-new4Alexandra Potter (* 8. Mai 1970 in Bradford, West Yorkshire) ist eine englische Romanautorin. Sie lebt zurzeit in Los Angeles. Bevor sie Romane schrieb, arbeitete sie als Journalistin für Hochglanzmagazine wie Elle, Vogue oder OK!. Seit einiger Zeit konzentriert sie sich nur noch auf das Schreiben von Büchern. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Los Angeles.(Quelle: www.wikipedia.de)

Weitere Werke:

Erschienen im Goldmann Verlag.

Aimée Carter – Das göttliche Mädchen

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5 sterne

– Leseprobe –

Zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„»Wie ist es diesmal passiert?«“

Du kannst das Leben deiner Mutter retten wenn du als Wintermädchen bestehst!
Sie sind nach Eden gekommen, weil es der Wunsch ihrer sterbenskranken Mutter ist. Hier lernt Kate den attraktiven und stillen Henry kennen. Seit der ersten Begegnung fühlt sie sich auf unerklärliche Weise zu ihm hingezogen. Er sieht so gut aus und scheint gleichzeitig so … unendlich traurig zu sein.
Bald erfährt Kate, warum: Er ist Hades, der Gott der Unterwelt! Und er macht ihr ein unglaubliches Angebot: Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein geliebtes Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele für ein Winterleben stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.
(www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Ich mochte vielleicht nicht geplant haben, ewig zu leben, aber jetzt, da es so sein würde, wollte ich aus jedem Moment das Beste machen.“

Meine Meinung:

Gleich zu Beginn des Buches wollte ich es schon wieder weg legen weil es mich total verwirrt hat. Der Prolog ist zu Beginn des Buches wirklich nichtssagend, ich konnte mich jedoch überwinden und hab den Prolog zunächst erst einmal geflissentlich ignoriert. (Am Ende macht er übrigens auch Sinn.) Zum Glück! „Das Göttliche Mädchen“ war mein Monatshighlight im Januar und auch wenn die Geschichte abgeschlossen ist werde ich sicher auch noch Band 2 lesen, um erneut in die Welt von Kate und Henry abtauchen zu können.
Beginnen möchte ich mit meiner Einschätzung gegenüber den Protagonisten Kate und Henry.
Kate ist die Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschildert wird. Sie ist ein toller Charakter, den ich von Beginn an mochte und die ich gerne an ihren Herausforderungen hab wachsen sehen. Sie ist ein junges, starkes Mädchen, welches zwar eigensinnig jedoch gleichzeitig auch aufopfernd ist: Wie sie sich um ihre kranke Mutter kümmert, konnte ich nur bewundern und ihre Angst ihrer Mutter Lebewohl zu sagen konnte man sehr gut nachvollziehen. Immerhin war Kates Mum die Einzige Freundin die Kate jemals kannte. Diese anfänglichen Szenen mit ihrer Mutter fand ich sehr tragisch und aufwühlend, wohingegen die späteren Szenen einen schönen und friedlichen Kontrast bildeten. Henry, dessen Rolle mich im Prolog so verwirrte, wird am Anfang sehr düster beschrieben. Jedoch stellt man sich Hades allgemein ja nicht unbedingt als den besten Freund des Menschen vor (gerade wenn man mal an Disney’s Herkules denkt), weshalb ich diese Umschreibungen von ihm sehr mochte. Mit der Zeit wurde Henry mir jedoch immer sympathischer, er kümmert sich um Kate und ist nichts von alldem was man sich unter Hades vorstellt. Warum die Angestellten Angst vor ihm haben kann er selbst nicht verstehen und ich muss gestehen: Bis jetzt weiß ich es auch nicht. Es bleibt abzuwarten ob in den Folgebänden vielleicht noch etwas nicht so schickliches über Henry ans Tageslicht gerät.
[Spoiler!!!] Die Naivität die Henry bezüglich Caliopie jedoch an den Tag legt fand ich nicht so gut dargestellt und etwas enttäuschend – Er weiß, dass sie ihn liebt und mit ihm zusammen sein möchte und dann verdächtigt NIEMAND sie, die Mädchen vor Kate getötet zu haben?!
Der Gesamtplot und die Aufmachung des Buches konnte mich jedoch restlos begeistern und war großartig – Das alles was Kate erlebt zu irgendeiner der Prüfungen gehört und alle Figuren irgendwie eine Rolle spielen wurde am Ende mit einem verzückten Ausruf meinerseits quittiert. Auch wenn man von den Prüfungen an sich gar nicht so viel mitbekommen hat, fand ich die Auflösung am Ende sehr spannend und gut gelöst.
Englisches Cover
Ich habe viele Meinungen gelesen, dass in diesem Buch viele Verknüpfungen zwischen griechischer Mythologie und dem christlichen Glauben geknüpft werden – Ich muss dem widersprechen. Bis auf die Tatsache, dass die Prüfungen denen Kate sich unterziehen muss, die 7 Todsünden sind, konnte ich keine Verbindungen zu christlichen Glaubensvorstellungen finden. Weder wird die Unterwelt als Hölle gebrandmarkt, noch finde ich Anspielungen auf die 10 Gebote oder ähnliches.
Ebenso wurde häufig kritisiert, dass die Mythologie zu kurz kommt. Ich empfinde die Menge an Mythologie-Elementen, die in diesem Buch benutzt wurden, weder zu wenig noch zu viel. Wären es mehr gewesen, hätte es das Ganze, meiner Meinung nach, mehr zu einem Lehrbuch über Griechische Mythologie gemacht. Hin und wieder ein paar Einzelheiten einfließen zu lassen hat mir sehr gut gefallen, das hat das Ganze „leicht verdaulich“ gemacht. Ebenso gut gefallen hat mir sowohl die Verknüpfung als auch die Parallele von Kate – Persephone und ihrer Mutter Demeter. Persephone als erste Tochter von Demeter für Hades vorgesehen, wird von Kate, der zweiten Tochter von Demeter für Hades abgelöst, nachdem diese ein sterbliches Leben wählte. Ich fand es herrlich!
Letztendlich bleiben mir noch eine Frage: Welche Gottheit wird Kate nun verkörpern? Oder ist sie einfach nur ein unsterblicher Mensch?

Ob es nun am Namen Henry lag oder an dem großen Haus, welches mich immer an die Tudors denken ließ – Ich hatte von Kate und Henry folgendes Bild:
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Über die Autorin:

Aimee_CarterAimee Carter is an American author, born in 1986 and raised in Michigan. She began writing fan fiction at the age of 11. Four years later, she wrote her first original story. Her first young adult novel, The Goddess Test, was published by Harlequin in May 2011.
Aimee graduated from the University of Michigan with a degree in Screen Arts and Cultures. Aimee also earned a First Degree black belt in Tae Kwon Do from Progressive Martial Arts.
(Quelle: www.wikipedia.com)

Erschienen im Mira Verlag. Herzlichen Dank für die Bereitstellung des Rezensionexemplars.

Frewin Jones – Elfennacht: Die siebte Tochter

Elfennacht
2sterne

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zitat

Inhalt:

Erster Satz:
„Anita Palmer kam aus der Dusche, schnappte sich ein Handtuch und wickelte es sich um.“

Als ein mysteriöser Fremder sie in das zauberhafte Reich Faerie entführt, glaubt Anita zu träumen. Doch dann begreift sie: Sie ist Tania, die verlorene Tochter des Elfenkönigs Oberon. Tania taucht ein in ein Land unwirklicher Schönheit. Und sie versucht zu vergessen, dass ihre große Liebe sie verraten hat. Sie versucht zu vergessen, wie sehr sie ihre menschlichen Eltern vermisst. Und sie ahnt nicht, dass das Schicksal des Elfenreichs in ihren Händen liegt…  (www.amazon.de)

Letzter Satz:
„Hand in Hand gingen sie zum Tor, während die ersten Sonnenstrahlen den Himmel hinter ihnen erhellten, sodass ihre Schatten auf den Weg vor ihnen fielen.“

Meine Meinung:

Ich muss zugeben das Elfennacht ein Coverkauf war. Und wie sich rausstellte blieb es auch dabei. Dieses Buch konnte mich leider nicht begeistern und überzeugen. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass es eigentlich ein Kinderbuch ist, doch der Plot hat mir gar nicht zugesagt. Der einzige Grund warum dieses Buch noch 2 Sterne bekommen hat, liegt an den Elfenschwestern von Tania, welche ziemlich tolle Gaben haben, auf die aber leider nicht weiter eingegangen wird, obwohl das wirklich interessant und abwechslungsreich gewesen wäre.
Am Anfang der Geschichte lernen wir Anita und Evan kennen, ein junges Paar, welches sich auf einem Schnellboot auf der Themse vergnügen. Als Evan die Kontrolle verliert landet das Boot gegen den Pfeiler der Lambeth Bridge und Anita findet sich im Krankenhaus wieder. Diese Krankenhausepisode hat mich dermaßen aufgeregt… Entweder hat der Autor noch NIE ein Krankenhaus von innen gesehen oder in englische Krankenhäuser unterscheiden sich in allem von den Deutschen. Ich denke weder das eine, noch das andere, daher verstehe ich nicht warum man ein Krankenhaus SO darstellt?! Es ist ja auch nicht so, dass die Geschichte zu Beginn der Krankenhauszeiten spielt… Zum Einen: Evan liegt im Koma – Aber nicht auf einer Intensivstation, nein, sondern auf der ganz normalen Station, ohne besondere Beachtung oder irgendwelche Geräte. Zum Anderen: Er liegt im KOMA – Krankenschwester: „So schlimm ist es nicht. […]Er schläft.“ (S. 28) Wo auch immer diese Krankenschwester ihr Examen gemacht hat, ich wünsche sie mir nicht wenn ich im Krankenhaus liege. Wer dachte damit wäre es erledigt, der irrt. Die Station wird natürlich auch noch ein wenig beschrieben, herauskommt dann so was: Es gibt scheinbar keine Räume für die Patienten sondern nur einen großen Raum für alle – Zugegeben, das erklärt warum Evan auch mit dort liegt. Dieser Raum besitzt aber auch keine Toilette, sodass Anita über den Flur laufen muss um zur Besucher(?)-Toilette zu gelangen. Die armen Menschen, die kaum noch laufen können…
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Diese Szenen sind einfach unrealistisch und wenn man solche banalen Dinge ohne ersichtlichen Grund verdreht, möchte ich am liebsten direkt aufhören zu lesen. Damit hatte der Autor sich bei mir schon ins Aus geschossen. Die Szenen im Elfenland waren okay, wenn auch nicht überragend – Der Autor hat keinen richtigen Erzählstil – Man erschafft sich mit seinen Worten kein Bild von dem was man liest. Das ist schade!
Nun möchte ich noch kurz etwas zu den drei Protagonisten sagen.
Anita/Tania hat mich sehr genervt. Ihre Art und wie sie beschrieben wird ging mir einfach nur auf die Nerven. Zu Beginn ihrer Weltenwanderung ins Elfenland redet sie sich ein, dass sie das alles nur träumt – Okay, aber muss man das dann auf jeder Seite erneut tun? Spätestens nach dem zweiten Mal weiß ich, dass sie denkt, dass sie nur träumt. Und dann ihr plötzlicher Wandel, woher auch immer er kam, denn wirklich ersichtlich ist der für mich nicht: Sie träumt doch nicht! Ich war schon froh, dass nicht auf jeder Seite nun stand „Das ist alles real und kein Traum.“. Mysteriös finde ich es auch sie es schafft ihre Schwester, die seit 500 Jahren als Eremit lebt, wieder ins Familienleben zurückzuholen. Nun gut, kann man noch gelten lassen. ABER wie kann man so naiv sein und seiner Schwester, die einen vor 10 Minuten noch verraten hat, direkt wieder das Leben seines Liebsten anvertrauen?!?! Was ist denn da los?
Evan/Edric und Gabriel waren mir da um einiges symphytischer. Natürlich merkt jeder Leser sofort das Edric hinter Tania her ist, weil er sie liebt – Nur Tania natürlich nicht. Sie lässt ihn lieber erst Mal einkerkern, um ihn dann retten zu müssen. Natürlich.
Gabriels Rolle als Verräter hat mir sehr gefallen. Aber hier kommt ein ganz großes ABER. Warum gibt er denn zu, dass er „der Böse“ ist, anstatt zu behaupten das Edric lügt? Jeder, und Tania sowieso, hätte ihm geglaubt und nicht Edric, der nur sein Diener ist. Es gab keinerlei Beweise außer Edrics Wort. Das Ganze hat für mich keinen Sinn ergeben. Was den Charakter betrifft, hat er es sich damit verdorben.
Auch wenn die Bücher schön anzusehen sind, leider sind sie für mich nichts und ich werde die Reihe nicht weiterlesen. Vielleicht hab ich es auch einfach nicht so mit Elfen, „Plötzlich Fee“ habe ich ja auch schon abgebrochen, obwohl sich das dann doch eher lohnt weiterzulesen, wenn ich die beiden in Vergleich setze.

Über den Autor:

Frewin_JonesAllan Frewin Jones wurde am 30. April 1954 zur Walpurgisnacht geboren. Er besuchte zuerst die Strand Grammar School, legte dann das Old fashioned UK Exam ab und anschließend erhielt er das Diploma of Higher Education. Seine Hobbys sind Schreiben, Musizieren und Malen. Diese Hobbys verfolgte er von der Grundschule an und ist noch immer daran interessiert. Er schrieb The Faerie Path (Elfennacht) und Warrior Princess. Erst 1987 wurde sein erstes Buch veröffentlicht und durch den Erfolg von Harry Potter von J.K. Rowling fand auch Jones einen Verlag für seine Fantasygeschichten.
(Quelle: www.wikipedia.de)

Erschienen im Ravensburger Verlag.