Kurzrezension 2 in 1: Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch – Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter



Die Geschichte einer ersten Liebe wurde noch nie so schön erzählt. Aufgeteilt in die zwei Bände Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter erweckt Carina Bartsch mit ihren ersten beiden Romanen ein schönes, wohliges Gefühl – und regt die Fantasie ungemein an.
Emely Winter und Elyas Schwarz sind unsere Protagonisten. Elyas ist der Bruder von Alex, der besten Freundin von Emely. Vor langer Zeit war Emely in Elyas verliebt – Und nachdem er zunächst ihre Gefühle zu erwidern schien, gab er ihr einen Korb. Diesen Tag nie vergessend ist Emely alles andere als begeistert als Alex zu ihrem Bruder zieht – Hat sie doch die letzten Jahre gut vermeiden können ihm zu begegnen. Man kann es verstehen. Jede Frau könnte Emely verstehen, sobald sie erfährt was ihr widerfahren ist. Was ein Arschloch!
Es kommt wie es kommen muss – Elyas verhält sich unmöglich gegenüber Emely und man wird, wie Emely, dass Gefühl nicht los, dass er erst Ruhe gibt, wenn Emely sich hat begatten lassen. Erst langsam merkt man, dass doch mehr hinter all dem steckt. Ist Elyas wirklich nur auf schnellen Sex mit Emely aus? Welches Geheimnis hat der junge, gutaussehnde Mann, in den Emely sich wieder verliebt? Und wer ist überhaupt Luca? Was wird aus Emely und Elyas, nachdem sich das ein oder andere Missverständis aufgeklärt hat? Ist Elyas doch nicht so ein riesiges Arschloch wie gedacht?
Bartsch schafft es, dass einem die Geschichte noch lange nach Beenden des Buches begleitet. Außerdem schafft sie es, dass man nach Teil 1 sofort Teil 2 lesen möchte um herauszufinden wie es weitergeht. Ihre Komik, ihr Sarkasmus, ihre Ironie und das wahre Leben – Eine perfekte Geschichte in zwei schönen Romanen. Zum Träumen, Lachen, Weinen und einfach zum Weiterempfehlen!

Kirschroter Sommer

4sterne

Türkisgrüner Winter

5 sterne

Eckdaten:

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Kurzrezension: Jesus liebt mich

David Safier – Jesus liebt mich

Wenn Jesus wieder auf Erden wandelt kann das nur einen Grund haben – Die Apokalypse steht bevor. Als Marie das erkennt trifft sie eine Entscheidung: Sie möchte die Apokalypse verschieben und damit die Menschheit retten. Leichter gesagt als getan, denn Marie lebt alles andere als es sich Jesus wünscht.
David Safier erzählt hier eine Weltuntergangsgeschichte mal anders – Lustig, Fantasievoll und alles andere als beängstigend!
Gleich zu Beginn lernen wir Marie kennen – Eine Mitdreißigerin, die gerade eben ihren Mann am Altar hat stehen lassen. Vom Leben gebeutelt und von der Familie im Stich gelassen gefühlt, begegnet sie Joshuha und verliebt sich natürlich Hals über Kopf in ihn. Einge Anläufe braucht es bis es auch bei Marie klick macht – Der Messias steht vor ihr! Und dass das nichts Gutes heißen kann, wird auch der nicht ganz so bibelfesten Marie schnell klar. Doch trotzdem kann und will Marie sich nicht von Joshua fernhalten – Sie liebt ihn und zeigt ihm wie die Menschen leben. Sie möchte ihn überzeugen, dass die Menschen es wert sind weiterzuleben und nicht in der Hölle zu brennen oder einige wenige im Himmelreich zu leben. Außerdem ist da ja auch noch ihre Schwester Katta, die Jesus unbedingt von ihrem Tumor heilen muss!
Eine lustige, nette Geschichte für zwischendurch. Und nebenbei lernt man sogar ein wenig aus der Bibel! Besondere Highlights: George Clooney als Satan und Emma Thompson als Gott – Das kann nur gut sein!

4sterne

Eckdaten:

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Rezension: Die Wahrheit über Alice

Kein Feind kann dir so wehtun
wie deine beste Freundin.

Eckdaten:
Autor: Rebecca James
Originaltitel: Beautiful Malice
Verlag: rororo (2012)
Teil einer Reihe? Nein
Preis: 8.99 €
Taschenbuch, 316 Seiten

Kurzeinblick

An ihrer Schule ist Katherine die Außenseiterin. Unauffällig, immer allein, mit niemandem befreundet. Der Grund: Keiner darf ihr Geheimnis erfahren. Erfahren, was mit ihrer Schwester Rachel geschah. Doch dann lädt Alice Katherine zu ihrer Party ein. Die schöne, strahlende Alice, das beliebteste Mädchen der Schule. Es tut gut, eine Freundin zu haben. Doch nach und nach wird Alice immer merkwürdiger. Selbstsüchtiger. Grausamer. Und Katherine muss erkennen, dass ihre neue Freundin nach eigenen Regeln spielt…

Inhalt:

Erster Satz:
Ich war nicht auf Alice‘ Beerdigung.

In „Die Wahrheit über Alice“ begegnen wir der Protagonistin Katherine und ihrem dunklen Geheimnis, welches sich im Laufe des Buches lichtet.
Katherine ist ein junges Mädchen, dass in der Abschlussklasse einer Sydney’er Highschool ist. Sie lebt bei ihrer Tante Vivien und verbringt ihre Zeit alleine, ohne Freunde. Sie lebt zurückgezogen und einsam – Bis Alice, der typische Highschool-Liebling, in ihr Leben tritt. Zunächst völlig verwirrt was Alice von ihr möchte lässt Katherine sich jedoch auf sie ein und die beiden werden beste Freundinnen. Neben Alice tritt dann auch Robbie in ihr Leben – Er ist in Alice verliebt, ist daher immer zur Stelle wenn sie ruft – Katherine und er verstehen sich sehr gut, können stundenlang reden und verbringen viel Zeit miteinander.
Als Katherine Alice mit nach Hause zu ihren Eltern bringt erzählt sie ihr von ihrer toten Schwester Rachel – Zum ersten Mal in ihrem Leben erzählt sie diese Geschichte jemand Außenstehenden und ist von Alice Reaktion positiv überrascht. Alice schafft es sogar ihrer Mutter zu helfen mit ihrer Trauer und Wut umzugehen – Etwas was sie selbst nie geschafft hat. Katherine ist sich sicher das Alice und sie so etwas wie Seelenverwandte sind und ist froh, dass sie in ihr Leben getreten ist.
Als Robbie, Alice und sie eines Abends ausgehen und auf einen von Alice Ex-Freunden und seine Begleitung Philippa treffen, tritt jedoch eine völlig veränderte Alice drauf. Eine, die Katherine niemals als ihre Freundin bezeichnen würde. Der Abend endet mit vielen Tränen und Katherine fühlt sich von Alice gedemütigt und verraten. Trotz dessen, dass sie Alice Entschuldigung annimmt, verbringt Katherine zukünftig immer weniger Zeit mit ihr und sucht mehr die Nähe von Philippa auf. Durch sie lernt sie dann auch ihre große Liebe Mick kennen. Beide erleben ein paar schöne Monate und Alice spielt immer weniger eine Rolle in Katherines Leben. Auch ihre Trauer um ihre Schwester und die Verarbeitung des Todes läuft immer besser. Doch eines Tages taucht Alice wieder auf und an diesem Abend verliert Katherine nicht nur ihre „beste“ Freundin für immer…

Letzter Satz:
Und ich weiß, ohne den Hauch eines Zweifels, dass ich das Richtige getan habe.

Rezension:

Ich habe mir von „Die Wahrheit über Alice“ mehr versprochen. Mehr Hinterhältigkeit, mehr Dreistigkeit, mehr Psychothriller! Katherines Geschichte ist traurig und berührend und ihre Schuldgefühle sind nachvollziehbar – Aber mit der Zeit wird es doch zu viel. Ab der Hälfte des Buches dachte ich mir während des Lesens jedes Mal „nicht schon wieder“… Ansonsten hat mir Katherine jedoch sehr gefallen – Ihre Veränderung nach dem einschlägigen Ereignis in ihrem Leben war zwar etwas sehr krass dargestellt, doch ich denke wenn jemand so etwas erlebt wie sie, wäre er auch nicht mehr wie vorher. Sie ist ein symphatischer Charakter, mit dem man mitfühlen kann – Besonders die kurzen Einschübe aus ihrem späterem Leben mit ihrer Tochter haben mir da gefallen.
Alice war für mich durch und durch durchgeknallt – Alles an ihr fand ich künstlich, gestellt und unwirklich. Ich frage mich wie Katherine auf sie reinfallen konnte. Auch wenn am Ende Alice Motiv ans Licht kommt – Gerade das Alice wegen diesem Grund solche Psychospiele spielt zeigt wie verrückt sie ist. Achtung Spoiler! Ja, es war ihr Bruder der im Gefängnis sitzt, aber das sie Katherine die Schuld gibt weil sie weggelaufen ist als sie gesehen hat das die Jungs ihre Schwester vergewaltigen ist absolut krank. Katherine die Schuld zu geben das ihr Bruder im Gefängnis sitzt ist einfach unglaublich – Er hat dabei zugesehen oder sogar gehholfen Rachel zu ermorden… Und das soll ungestraft bleiben?
Mit Alice Charakter konnte ich mich nicht anfreunden – Vielleicht auch weil ich so jemanden in meinem Leben nicht ertragen würde – Immer nur Spaß, Party und keine Hemmungen… Das entspricht wohl eher dem Gegenteil von mir, weshalb ich sie einfach nicht leiden konnte.
Die Nebencharaktere fand ich alle passend und nicht zu viel oder zu wenig. Besonders Robbie und Philippa mochte ich sehr, vielleicht weil sie einfach so normal waren.
Insgesamt war ich allerdings zufrieden mit dem Buch. Es hätte besser sein können, aber weiß Gott auch viel, viel schlimmer. Die Geschichte wirkt durchdacht und ist alles in allem eine runde Sache. Es wird ein Thema behandelt, mit dem sich zum Glück nur wenige Menschen beschäftigen müssen – Jedoch regt gerade das einem auch zum Nachdenken an, wenn man nicht betroffen ist. Der Tod oder gar eine Ermordung eines Familienmitglied kann jedem passieren und niemand ist davor geschützt. So macht dieses Buch auch einem noch einmal bewusst wie wichtig es ist aufeinander zu achten – Aufeinander aufzupassen und sich nicht immer von allem mitreißen zu lassen und nicht über die Konsequenzen nachzudenken.

Kurzeinblicke: Die Wahrheit über Alice

Rebecca James – Die Wahrheit über Alice

„Schlag das Buch, das du gerade liest, auf irgendeiner Seite auf und zitiere die ersten 5 Sätze. Sollte dies starke Spoiler enthalten, nimm eine andere Seite. Wenn du nicht vorrausblättern möchtest, bzw nicht auf die Gefahr eingehen willst dich selbst zu spoilern, nimm die Seite auf der du gerade bist.“

„Und obwohl ich immer noch entsetzt bin über Alice‘ Verhalten und sich mir immer noch der Magen umdreht, wenn ich an den Abend zuvor denke, bin ich insgeheim froh, dass Robbie endlich die Wahrheit erkannt hat. Jetzt wird er sich mit Sicherheit nie wieder auf Alice einlassen. Und er ist weg weg in Europa. Auf der anderen Seite des Globus. Er ist in Sicherheit. Frei.“