Kurzrezension 2 in 1: Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter

Carina Bartsch – Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter



Die Geschichte einer ersten Liebe wurde noch nie so schön erzählt. Aufgeteilt in die zwei Bände Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter erweckt Carina Bartsch mit ihren ersten beiden Romanen ein schönes, wohliges Gefühl – und regt die Fantasie ungemein an.
Emely Winter und Elyas Schwarz sind unsere Protagonisten. Elyas ist der Bruder von Alex, der besten Freundin von Emely. Vor langer Zeit war Emely in Elyas verliebt – Und nachdem er zunächst ihre Gefühle zu erwidern schien, gab er ihr einen Korb. Diesen Tag nie vergessend ist Emely alles andere als begeistert als Alex zu ihrem Bruder zieht – Hat sie doch die letzten Jahre gut vermeiden können ihm zu begegnen. Man kann es verstehen. Jede Frau könnte Emely verstehen, sobald sie erfährt was ihr widerfahren ist. Was ein Arschloch!
Es kommt wie es kommen muss – Elyas verhält sich unmöglich gegenüber Emely und man wird, wie Emely, dass Gefühl nicht los, dass er erst Ruhe gibt, wenn Emely sich hat begatten lassen. Erst langsam merkt man, dass doch mehr hinter all dem steckt. Ist Elyas wirklich nur auf schnellen Sex mit Emely aus? Welches Geheimnis hat der junge, gutaussehnde Mann, in den Emely sich wieder verliebt? Und wer ist überhaupt Luca? Was wird aus Emely und Elyas, nachdem sich das ein oder andere Missverständis aufgeklärt hat? Ist Elyas doch nicht so ein riesiges Arschloch wie gedacht?
Bartsch schafft es, dass einem die Geschichte noch lange nach Beenden des Buches begleitet. Außerdem schafft sie es, dass man nach Teil 1 sofort Teil 2 lesen möchte um herauszufinden wie es weitergeht. Ihre Komik, ihr Sarkasmus, ihre Ironie und das wahre Leben – Eine perfekte Geschichte in zwei schönen Romanen. Zum Träumen, Lachen, Weinen und einfach zum Weiterempfehlen!

Kirschroter Sommer

4sterne

Türkisgrüner Winter

5 sterne

Eckdaten:

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Kurzrezension: Wie ein einziger Tag

Nicholas Sparks – Wie ein einziger Tag

An einem verregnerischen Wochenende überkam es mich und ich griff zu Nicholas Sparks‘ „Wie ein einziger Tag“. Begeistert vom Film, angetan von der Stimmung, konnte es ja nur gut werden. Soweit die Theorie.
Zunächst zum Inhalt: Wir begegnen in diesem Buch Noah und Allie – Zwei jungen Menschen, die sich ineinander verliebten und einen Sommer erlebten, den beide niemals vergessen sollten. Doch wie das Schicksal so spielt befinden Allies Eltern das Noah nicht gut genug für sie ist (aus der Tatsache heraus das er nicht reich ist) und so kommt es wie es kommen muss – Beide verlieren den Kontakt nach ihrem gemeinsamen Sommer. Während Allie ihr Leben als Krankenschwester und Verlobte eines reichen Anwalts lebt, zieht Noah in den USA umher und landet schließlich im Krieg. Erst als sein Vater stirbt kehrt er in seine Heimat zurück und baut sich ein Haus und Leben auf. Doch niemals kann er Allie vergessen. Und ihr geht es nicht anders: Sie entschließt sich ihn zu besuchen. Ein Besuch mit verherrenden Folgen für ihr bisheriges Leben.
Die Geschichte von Allie und Noah ist wirklich schön, doch leider finde ich, ist es Sparks in diesem Werk nicht gelungen, dass zu transportieren was die Verfilmung transportiert. Alles wirkt abgehackt und nicht zu Ende gedacht. Ist man in einem Erzählstrang drinne, endet er schon wieder und so quälte ich mich eher durchs Buch, als das ich es genoss. Der Film gefällt mir weitaus besser und ich hoffe das nicht alle älteren Sparks‘ Bücher so sind wie dieses.

2sterne

Eckdaten:

heyne

bertelsmann

Kurzrezension: Jesus liebt mich

David Safier – Jesus liebt mich

Wenn Jesus wieder auf Erden wandelt kann das nur einen Grund haben – Die Apokalypse steht bevor. Als Marie das erkennt trifft sie eine Entscheidung: Sie möchte die Apokalypse verschieben und damit die Menschheit retten. Leichter gesagt als getan, denn Marie lebt alles andere als es sich Jesus wünscht.
David Safier erzählt hier eine Weltuntergangsgeschichte mal anders – Lustig, Fantasievoll und alles andere als beängstigend!
Gleich zu Beginn lernen wir Marie kennen – Eine Mitdreißigerin, die gerade eben ihren Mann am Altar hat stehen lassen. Vom Leben gebeutelt und von der Familie im Stich gelassen gefühlt, begegnet sie Joshuha und verliebt sich natürlich Hals über Kopf in ihn. Einge Anläufe braucht es bis es auch bei Marie klick macht – Der Messias steht vor ihr! Und dass das nichts Gutes heißen kann, wird auch der nicht ganz so bibelfesten Marie schnell klar. Doch trotzdem kann und will Marie sich nicht von Joshua fernhalten – Sie liebt ihn und zeigt ihm wie die Menschen leben. Sie möchte ihn überzeugen, dass die Menschen es wert sind weiterzuleben und nicht in der Hölle zu brennen oder einige wenige im Himmelreich zu leben. Außerdem ist da ja auch noch ihre Schwester Katta, die Jesus unbedingt von ihrem Tumor heilen muss!
Eine lustige, nette Geschichte für zwischendurch. Und nebenbei lernt man sogar ein wenig aus der Bibel! Besondere Highlights: George Clooney als Satan und Emma Thompson als Gott – Das kann nur gut sein!

4sterne

Eckdaten:

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Kurzrezension: Vergiss mich nicht

Tanya Michna – Vergiss mich nicht

Ja, schon wieder ein Krebs-Buch. Ja, schon wieder zwei Schwestern. Kennen wir das nicht schon? Ja und nein. Natürlich ist die Geschichte von zwei Schwesten, bei der eine unheilbar an Krebs erkrankt ist keine neue. Denoch hat mich die Geschichte von Asia und Lucy gepackt – Sie war etwas Neues.
Während Lucy endlich die Liebe ihres Lebens gefunden hat und ihre Hochzeit mit dem Mann ihrer Träume plant, erfährt Asia, dass ihr Krebs zurückgekehrt ist. Nichtsdestotrotz möchte sie kämpfen, möchte bei der Hochzeit ihrer Schwester dabei sein. Doch der Kampf ist härter und schlimmer als alles was sie bisher erlebt hat. Trotzdem versucht sie so gut es geht ihrer Schwester eine gute Brautjungfer zu sein. Sie versucht dennoch ihr Leben zu leben, ihren Job so gut es geht zu machen – Und findet auch noch einmal eine Liebe. Asia ist ein wirklich beeindruckender Mensch, von dem sich jeder noch mal eine Scheibe abschneiden kann.
Lucy hingegen wirkt nicht so stark. Sie ist die „dumme, kleine“ über die man sich alberne Familiengeschichten erzählt und über die man sich lustig macht. Immer mehr überkommt sie das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und ihr zukünftiger Mann unterstüzt sie in diesem Gedanken ohne jeden Zweifel. Lucy reift zu einer ernstzunehmenden, reifen Frau heran und unterstützt ihre Schwester wo sie nur kann und beginnt trotzdem ihren Weg zu suchen, zu finden und ihn zu gehen.
Eine beeindruckende Geschichte über zwei so unterschiedliche Geschwister wie es sie nur geben kann. Zwei Schwestern, die versuchen über all die Probleme hinwegzusehen und zueinander zu stehen.
Mich hat das Buch, trotz der bekannten Story, dennoch überrascht und auserordentlich gut gefallen. Natürlich ist es traurig – Aber an anderen Stellen mindestens genauso hoffnungsvoll und schön – Eine gelungene Mischung, die zum Nachdenken anregt und einem noch einmal bewusst macht wie schnell das Leben doch vorbei sein kann – Aber es trotzdessen genießen kann. Sich nicht mein letzter Michna.

4sterne

Eckdaten:

heyne

bertelsmann

Kurzrezension: Splitter

Sebastian Fitzek – Splitter

Nachdem ich den „Seelenbrecher“ gelesen habe konnte ich nicht widerstehen und habe mir die anderen Fitzek’s bestellt. „Splitter“ war dann meine Wahl, weil er nach dem Seelenbrecher spielt.
Auch der Folgeband, der keine Fortsetzung darstellt, jedoch trotzdem Figuren aus dem Seelenbrecher beheimatet, konnte mich begeistern. Auch die beiläufige Erwähnung des Nachfolgers „Der Augensammler“ fand bei mir gutes gefallen – Ich bin gespannt ob die Bücher letztlich alle irgendwie miteinander verbunden sind.
Splitter ist ein Psychothriller ohne Vergleich. Wir begegnen hier einen jungen Mann, der nicht mehr weiß ob seine Erinnerungen echt oder unecht sind – Ob er existiert, ob sein Leben existiert oder sich alles nur in seinem Kopf abspielt. Seine Frau, bei einem Unfall verstorben, steht plötzlich wieder vor ihm. Seine Wohnung, die er bezogen hat, kann er nicht mehr betreten – Und dann plötzlich taucht sein Schwiegervater auf und alles ist wieder normal. Seine Frau tot, die Wohnung die seine. Einzige Erklärung für den Leser und auch für Marc selbst: Die Bleibtreu-Klinik und das MME-Experiment: Memory-Experiment – Lernen zu vergessen. Wie auch schon beim Seelenbrecher löste bei mir der Gedanke „es ist nicht unrealistisch“ eine Gänsehaut aus, während ich das Buch las.
Neben dieser Hauptgeschichte, gibt es auch noch eine Nebengeschichte mit Benny, dem Bruder des Protagonisten, der eine seltene Erkrankung hat: Sieht er einen Menschen leiden, leidet er in all seiner Form mit und das verursacht ihn höllische, emotinoale Schmerzen. Das Ausnutzend gerät er in die Machenschaften einer dubiosen Türsteherszene, die ihm weitaus mehr in die Mangel nimmt, als er es sich vorstellt.

Das Ende des Thrillers ist überraschend und unberechenbar. Fitzek gelingt es wieder einmal das Unmögliche möglich zu machen und konnte mich erneut fesseln. Auch dieses Buch kann ich jedem Freund des Wahns weiterempfehlen.

5 sterne

Eckdaten:

droemer knaur

Kurzrezension 2 in 1: Gut gegen Nordwind // Alle sieben Wellen

Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind // Alle sieben Wellen

Es beginnt mit dem Senden einer Email an die falsche Mail-Adresse….

Mit der Kündigung ihres Zeitschriften-Abos ändert sich Emmi Rothners Leben. Anstatt dem Verlag der Zeitschrift zu schreiben landet die Email bei dem grade unfreiwillig Single-Gewordenen Leo Leike. Nach weiteren Fehl-Emails an Herrn Leike entwickelt sich mit der Zeit eine Email-Freundschaft zwischen den Beiden – Zunächst geht es um Belanglose Dinge, doch immer wieder und häufiger finden private und auch intime Details ihren Weg in die Emails. Es kommt wie es kommen muss – Ein angenehmes Gefühl breitet sich aus, das Warten auf die Email des jeweils Anderen wird zur wunderschönen Vorfreude. Schon schnell merkt der Leser das sich eine Spannung zwischen Emmi und Leo aufbaut, man merkt das beide wollen, doch von etwas zurück gehalten werden, was sie selbst nicht ganz verstehen. Auch verstehen können sie nicht, wie sich einander hingezogen fühlen, obwohl sie sich nicht kennen. Nicht Teil des Lebens des jeweils anderen sind.

Immer wieder reden sie von einem Treffen – Ein Treffen was nicht zu Stande kommt. Und dann ist Leo weg – In Boston. Und Emmi kann nur noch mit dem Systemmanager sprechen, der ihr sagt, dass die Emails nicht empfangen werden können…

… Es endet mit dem Finden der großen Liebe.

Achtung: Spoiler!

Leo ist wieder da. Und endlich kommt es zu einem Treffen. Ein Abschiedstreffen – Was natürlich kein Abschiedstreffen bleibt. Doch nicht nur das. Leo hat in Boston eine neue Liebe gefunden – Eine die nun auch nach Deutschland zieht. Man merkt deutlich das Emmi eifersüchtig ist – Doch worauf? Sie ist verheiratet, glücklich verheiratet. Bis zu dem Zeitpunkt in der Leo ihr gesteht, dass ihr Mann ihr Vertrauen Missbraucht hat. Ab da ändert sich alles. Auch bei Leo läuft alles nicht so wie er es plant. Nachdem er in einem spontanen Anflug von Ehrlichkeit seiner Freundin von Emmi erzählt hat bricht seine Beziehung mehr und mehr auseinander – Währenddessen scheinen Emmi und ihr Mann sich wieder näher zu kommen. Doch als Leo es endlich schafft Emmi seine Liebe zu gestehen bleibt ihr keine Wahl als auch endlich zu ihren Gefühlen zu stehen.

Beide Teile sind als Email-Form verfasst. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Ich persönlich finde es ganz angenehm, da man zu einem immer wieder nach einer Email aufhören kann und zum anderen finde ich es viel leichter und schneller zu lesen, als einen normalen Roman. Mir haben beiden Teile gut gefallen, nach dem ich den ersten beendet habe, hab ich mir sofort den zweiten geschnappt, weil ich wissen wollte wie es weitergeht! Band 2 hat mir immer noch sehr gut gefallen, aber nicht mehr so gut wie Band 1. Irgendwie fand ich die Charaktere in Band 2 etwas seltsam und unwirklich – Sie springen hin und her, können sich nicht entscheiden, man merkt das sie sich lieben und doch nicht zusammen sind obwohl sie es könnten. Im Ganzen fand ich beide Teile jedoch eine schöne Liebesgeschichte, in einer mal etwas anderen Form – Sehr erfrischend. 🙂

Eckdaten: