Rezension: Die Wahrheit über Alice

Kein Feind kann dir so wehtun
wie deine beste Freundin.

Eckdaten:
Autor: Rebecca James
Originaltitel: Beautiful Malice
Verlag: rororo (2012)
Teil einer Reihe? Nein
Preis: 8.99 €
Taschenbuch, 316 Seiten

Kurzeinblick

An ihrer Schule ist Katherine die Außenseiterin. Unauffällig, immer allein, mit niemandem befreundet. Der Grund: Keiner darf ihr Geheimnis erfahren. Erfahren, was mit ihrer Schwester Rachel geschah. Doch dann lädt Alice Katherine zu ihrer Party ein. Die schöne, strahlende Alice, das beliebteste Mädchen der Schule. Es tut gut, eine Freundin zu haben. Doch nach und nach wird Alice immer merkwürdiger. Selbstsüchtiger. Grausamer. Und Katherine muss erkennen, dass ihre neue Freundin nach eigenen Regeln spielt…

Inhalt:

Erster Satz:
Ich war nicht auf Alice‘ Beerdigung.

In „Die Wahrheit über Alice“ begegnen wir der Protagonistin Katherine und ihrem dunklen Geheimnis, welches sich im Laufe des Buches lichtet.
Katherine ist ein junges Mädchen, dass in der Abschlussklasse einer Sydney’er Highschool ist. Sie lebt bei ihrer Tante Vivien und verbringt ihre Zeit alleine, ohne Freunde. Sie lebt zurückgezogen und einsam – Bis Alice, der typische Highschool-Liebling, in ihr Leben tritt. Zunächst völlig verwirrt was Alice von ihr möchte lässt Katherine sich jedoch auf sie ein und die beiden werden beste Freundinnen. Neben Alice tritt dann auch Robbie in ihr Leben – Er ist in Alice verliebt, ist daher immer zur Stelle wenn sie ruft – Katherine und er verstehen sich sehr gut, können stundenlang reden und verbringen viel Zeit miteinander.
Als Katherine Alice mit nach Hause zu ihren Eltern bringt erzählt sie ihr von ihrer toten Schwester Rachel – Zum ersten Mal in ihrem Leben erzählt sie diese Geschichte jemand Außenstehenden und ist von Alice Reaktion positiv überrascht. Alice schafft es sogar ihrer Mutter zu helfen mit ihrer Trauer und Wut umzugehen – Etwas was sie selbst nie geschafft hat. Katherine ist sich sicher das Alice und sie so etwas wie Seelenverwandte sind und ist froh, dass sie in ihr Leben getreten ist.
Als Robbie, Alice und sie eines Abends ausgehen und auf einen von Alice Ex-Freunden und seine Begleitung Philippa treffen, tritt jedoch eine völlig veränderte Alice drauf. Eine, die Katherine niemals als ihre Freundin bezeichnen würde. Der Abend endet mit vielen Tränen und Katherine fühlt sich von Alice gedemütigt und verraten. Trotz dessen, dass sie Alice Entschuldigung annimmt, verbringt Katherine zukünftig immer weniger Zeit mit ihr und sucht mehr die Nähe von Philippa auf. Durch sie lernt sie dann auch ihre große Liebe Mick kennen. Beide erleben ein paar schöne Monate und Alice spielt immer weniger eine Rolle in Katherines Leben. Auch ihre Trauer um ihre Schwester und die Verarbeitung des Todes läuft immer besser. Doch eines Tages taucht Alice wieder auf und an diesem Abend verliert Katherine nicht nur ihre „beste“ Freundin für immer…

Letzter Satz:
Und ich weiß, ohne den Hauch eines Zweifels, dass ich das Richtige getan habe.

Rezension:

Ich habe mir von „Die Wahrheit über Alice“ mehr versprochen. Mehr Hinterhältigkeit, mehr Dreistigkeit, mehr Psychothriller! Katherines Geschichte ist traurig und berührend und ihre Schuldgefühle sind nachvollziehbar – Aber mit der Zeit wird es doch zu viel. Ab der Hälfte des Buches dachte ich mir während des Lesens jedes Mal „nicht schon wieder“… Ansonsten hat mir Katherine jedoch sehr gefallen – Ihre Veränderung nach dem einschlägigen Ereignis in ihrem Leben war zwar etwas sehr krass dargestellt, doch ich denke wenn jemand so etwas erlebt wie sie, wäre er auch nicht mehr wie vorher. Sie ist ein symphatischer Charakter, mit dem man mitfühlen kann – Besonders die kurzen Einschübe aus ihrem späterem Leben mit ihrer Tochter haben mir da gefallen.
Alice war für mich durch und durch durchgeknallt – Alles an ihr fand ich künstlich, gestellt und unwirklich. Ich frage mich wie Katherine auf sie reinfallen konnte. Auch wenn am Ende Alice Motiv ans Licht kommt – Gerade das Alice wegen diesem Grund solche Psychospiele spielt zeigt wie verrückt sie ist. Achtung Spoiler! Ja, es war ihr Bruder der im Gefängnis sitzt, aber das sie Katherine die Schuld gibt weil sie weggelaufen ist als sie gesehen hat das die Jungs ihre Schwester vergewaltigen ist absolut krank. Katherine die Schuld zu geben das ihr Bruder im Gefängnis sitzt ist einfach unglaublich – Er hat dabei zugesehen oder sogar gehholfen Rachel zu ermorden… Und das soll ungestraft bleiben?
Mit Alice Charakter konnte ich mich nicht anfreunden – Vielleicht auch weil ich so jemanden in meinem Leben nicht ertragen würde – Immer nur Spaß, Party und keine Hemmungen… Das entspricht wohl eher dem Gegenteil von mir, weshalb ich sie einfach nicht leiden konnte.
Die Nebencharaktere fand ich alle passend und nicht zu viel oder zu wenig. Besonders Robbie und Philippa mochte ich sehr, vielleicht weil sie einfach so normal waren.
Insgesamt war ich allerdings zufrieden mit dem Buch. Es hätte besser sein können, aber weiß Gott auch viel, viel schlimmer. Die Geschichte wirkt durchdacht und ist alles in allem eine runde Sache. Es wird ein Thema behandelt, mit dem sich zum Glück nur wenige Menschen beschäftigen müssen – Jedoch regt gerade das einem auch zum Nachdenken an, wenn man nicht betroffen ist. Der Tod oder gar eine Ermordung eines Familienmitglied kann jedem passieren und niemand ist davor geschützt. So macht dieses Buch auch einem noch einmal bewusst wie wichtig es ist aufeinander zu achten – Aufeinander aufzupassen und sich nicht immer von allem mitreißen zu lassen und nicht über die Konsequenzen nachzudenken.

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Kurzeinblicke: Die Wahrheit über Alice

Rebecca James – Die Wahrheit über Alice

„Schlag das Buch, das du gerade liest, auf irgendeiner Seite auf und zitiere die ersten 5 Sätze. Sollte dies starke Spoiler enthalten, nimm eine andere Seite. Wenn du nicht vorrausblättern möchtest, bzw nicht auf die Gefahr eingehen willst dich selbst zu spoilern, nimm die Seite auf der du gerade bist.“

„Und obwohl ich immer noch entsetzt bin über Alice‘ Verhalten und sich mir immer noch der Magen umdreht, wenn ich an den Abend zuvor denke, bin ich insgeheim froh, dass Robbie endlich die Wahrheit erkannt hat. Jetzt wird er sich mit Sicherheit nie wieder auf Alice einlassen. Und er ist weg weg in Europa. Auf der anderen Seite des Globus. Er ist in Sicherheit. Frei.“

Filmgerede #1

James Bond (Daniel Craig)

Lange hab ich mir die Filme aus Prinzip (?) nicht angesehen – Doch der Trailer zum 3. Bond-Teil mit Craig hat mir so gut gefallen, dass ich den unbedingt sehen wollte. Bevor es dann jedoch ins Kino ging musste ich mir natürlich erstmal die ersten beiden Teile ansehen – Nicht das es am Ende doch gar nicht mein Geschmack ist. Hier also eine kleine Review zu den drei Bond Filmen mit Daniel Craig. 🙂

casino

Casino Royal

Der 1. Teil hat mir sehr gut gefallen. Ich mochte dieses Pokerspiel unglaublich gerne! Es war spannend und interessant und es nahm eine, meiner Meinung nach, gute Wendung am Ende des Films. Wir lernen zu Beginn James kennen, der als Geheimagent des MI-6 ein Agent im britischen Staatsdienst ist. Gleich zu Beginn legt er eine Verfolgungsjagd, wie es wohl nur ein Agent tun kann, an den Start. Gesucht wird, wie wohl immer, der Böse, der dem allen anderen, die Bond natürlich locker ausschaltet, untergeben sind. In diesem Fall heißt der Böse Le Chiffre – Es geht um Terrorismus, die Börse, viel Geld. Am Ende spielt Bond gegen Le Chiffre das wohl wichtigste Pokerspiel seines Lebens und gewinnt natürlich. Doch gewonnen hat er nicht wirklich, verliert er am Ende doch einiges mehr, als was sein Vaterland ihm geben kann…

 

trost

Ein Quantum Trost

Den zweiten Teil fand ich nicht ganz so gut wie den Ersten. Ich bin auch bei eingeschlafen muss ich gestehen. 😀  Der zweite Teil schließt sich dem ersten jedenfalls an – Zumindest teilweise. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht ganz genau worum es geht… Also folgende Angaben sind nicht verlässlich :D. Es geht um einen Diktator der die Macht in seinem Land wieder erlangen möchte.

 
skyfall

Skyfall

Der Film endet in einem nebeligen, abgeschottetem Moor, Skyfall, dem Heimatort von Bond. Hier wird das spektakuläre Finale ausgetragen, bei dem es leider nicht opferlos bleibt…

Natürlich ist in einem Bond-Film viel Action, aber das ist denke ich jedem klar. Ich finde es jedoch gut, dass es keine sinnlose Rumschießerei, sondern eine Schießerei mit Sinn ist. 🙂 Die Story fand ich wirklich sehr, sehr gut und auch gut umgesetzt. Auch hier wieder etwas was tatsächlich einmal passieren könnte – und das Ausmaß wäre nicht auszudenken!

TAG: 100 Bücher, die man gelesen haben sollte…

Die liebe Nina von Book-Adicted hat einen Tag beantwortet und alle getagt die sich getagt fühlen wollten 😀 Das habe ich dann einmal getan! Da ich zurzeit nur wirklich am Wochenende Zeit habe (oder mir nehme) werden in Zukunft wohl häufiger nur an Sonntagen Beiträge erscheinen. Die Tage im Labor sind doch lang und nebenbei sollte ich langsam auch anfangen meine Arbeit zu schreiben. Aber das gehört nicht hierher. 🙂

Die 100 Bücher stehen bereits fest, ich markiere nur entsprechend der Vorgaben:

-> was ich schon gelesen habe
-> was ich unbedingt noch lesen möchte
-> was ich abgebrochen habe
-> was ich nicht gelesen habe und auch nicht vorhabe
-> was ich nicht kenne/nie von gehört habe

 

  1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien
  2. Die Bibel
  3. Die Säulen der Erde, Ken Follett
  4. Das Parfum, Patrick Süskind
  5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
  6. Buddenbrooks, Thomas Mann
  7. Der Medicus, Noah Gordon
  8. Der Alchimist, Paulo Coelho
  9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
  10. Die Päpstin, Donna W. Cross
  11. Tintenherz, Cornelia Funke
  12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
  13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
  14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
  15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
  16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
  17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
  18. Der Name der Rose, Umberto Eco
  19. Illuminati, Dan Brown
  20. Effi Briest, Theodor Fontane
  21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
  22. Der Zauberberg, Thomas Mann
  23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
  24. Siddharta, Hermann Hesse
  25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
  26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
  27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
  28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
  29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
  30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
  31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
  32. Die Glut, Sándor Márai
  33. Homo faber, Max Frisch
  34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
  35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
  36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
  37. Owen Meany, John Irving
  38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
  39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
  40. Die Wand, Marlen Haushofer
  41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
  42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
  43. Der Stechlin, Theodor Fontane
  44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
  45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
  46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
  47. Der Laden, Erwin Strittmatter
  48. Die Blechtrommel, Günter Grass
  49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
  50. Der Schwarm, Frank Schätzing
  51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
  52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
  53. Momo, Michael Ende
  54. Jahrestage, Uwe Johnson
  55. Traumfänger, Marlo Morgan
  56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
  57. Sakrileg, Dan Brown
  58. Krabat, Otfried Preußler
  59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
  60. Wüstenblume, Waris Dirie Will
  61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
  62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
  63. Mittsommermord, Henning Mankell
  64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
  65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
  66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
  67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
  68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
  69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
  70. Tagebuch, Anne Frank
  71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult
  72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner
  73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
  74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
  75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
  76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
  77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
  78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
  79. Winnetou, Karl May
  80. Désirée, Annemarie Selinko
  81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
  82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
  83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë 
  84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
  85. 1984, George Orwell
  86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
  87. Paula, Isabel Allende
  88. Solange du da bist, Marc Levy
  89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
  90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
  91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
  92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
  93. Schachnovelle, Stefan Zweig
  94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
  95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
  96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski 
  97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
  98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
  99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
  100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

So und nun noch ein wenig Statistik:

-> was ich schon gelesen habe: 16/100
-> was ich unbedingt noch lesen möchte: 21/100
-> was ich abgebrochen habe: 2/100
-> was ich nicht gelesen habe und auch nicht vorhabe: 15/100
-> was ich nicht kenne/nie von gehört habe: 46/100

Mal sehen ob ich mir bei Gelegenheit das ein oder andere Buch der Bücher angucke, die ich bisher nicht kannte – Einige Titel klangen ganz gut und interessant 🙂

Taggen möchte ich auch jeden der sich getaggt fühlen möchte und außerdem die liebe Nadine, CarinaJenny und Christina. Ich hoffe ihr macht mit 😉

Rezension: Das Tal Season 2.1 – Der Fluch

Ein Geheimnis in der Vergangenheit.
Eine Gegenwart voller Gefahren.
Eine Zukunft, die über alles entscheidet.

Eckdaten:
Autor: Krystyna Kuhn
Verlag: Arena-Verlag (2011)
Teil einer Reihe? Ja, 1. Teil der 2. Season
Preis: 9.99 €
Broschiert, 245 Seiten

Genau ein Jahr ist vergangen, seit Rose, Robert, David und die anderen ihr Studium am Grace College begonnen haben. Ein Jahr voller schrecklicher Ereignisse und geheimnisvoller Rätsel.
Während David und Katie auf das Tagebuch von Dave Yellad stoßen und damit dem Mysterium des Tals ein Stück näherkommen, verschließt Rose die Augen und Ohren. Denn sie ist überzeugt davon, dass ihr nichts Besseres als das Tal passieren konnte, nachdem sie vor J.F. aus Boston geflohen ist. Doch dann geschieht ein Mord, der Rose auf grausame Weise mit der Vergangenheit konfrontiert. Nach und nach begreift sie, dass im Tal jemand lauert, der ihren ganz persönlichen Albtraum nacherzählt.

Inhalt:

Erster Satz:
Dave Yellads Reisetagebuch
Victoria, 10. Mai 1908
Ich kann die Aufregung meiner Seele kaum zügeln.

Den Haupterzählstrang wird in diesem Band Rose zugeschrieben. Rose Leben gerät aus dem Fugen, als ein Freshling ums Leben kommt. Nicht nur, dass sie sich mit Muriel treffen wollte und sie dann schwer verletzt auffand – Nein, diese tote Mädchen hatte ein Geheimnis – Ein Geheimnis, dass sie Rose mitteilen wollte und weshalb sie ihr Leben verloren hat. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge die Rose betreffen. Sie findet Zettel, wird verfolgt, fühlt sich hilflos. Ihre Vergangenheit holt sie immer mehr ein, die Gerichtsverhandlung in Boston steht bald an und sie kann sich gegen ihre Erinnerungen nicht wehren. Am Ende ist sie selbst dem Tode nahe und springt ihm nur geradeso von der Schippe…

Als untergeordnete Geschichte, die parallel zu Rose’s Erzählungen spielen, beschäftigen sich Tim, Katie, David und Robert mit Dave Yellads Tagebuch und versuchen erneut den Eingang zum unterirdischen Labyrinth zu finden. Dabei werden auch immer wieder Einträge aus Yellad’s Tagebuch aufgeführt, was er im Tal erlebt hat, wie er es entdeckt und untersucht hat und am Ende zurückgekehrt ist, um seinen Frieden zu finden.

Letzter Satz:
»Wenn er uns nicht vorher findet«, entgegnet Robert. »Darum geht es doch hier oben, oder?«

Rezension:

Auch im mittlerweile fünften Band der Tal-Reihe spricht die Spannung nur so aus den Seiten heraus. Wieder einmal eine tolle Story, die sich Frau Kuhn da ausgedacht hat!

Rose kam in Season 1 immer nur kurz und nebensächlich vor – Umso mehr hat es mich gefreut, dass sie hier nun die Hauptrolle übernimmt und man erfährt warum es sie ins Tal verschlagen hat – Warum sie sich ihre Haare nicht mehr wachsen lässt. Rose’s Vergangenheit ist anders als erwartet. Sie hat schlimme Dinge erlebt, auch wenn sie sich nicht mehr genau erinnert – Und genau daran muss sie nun immer und immer wieder denken, da nun der Prozess bevor steht, bei dem sie die Hauptzeugin ist. Der Verfolger, den sie in der Gegenwart hat, stellt sich als überraschenderweise als jemand heraus mit dem man nicht rechnet und das macht das Ganze zu einer gelungenen Geschichte. Außerdem scheint Rose sich nun langsam zu öffnen, sie erzählt David alles was sie bedrückt, warum sie dort ist – Und sie fühlt sich besser nachdem sie alles losgeworden ist – Verständlich. Ob sich da noch eine kleine Romanze zwischen David und Rose anbahnt?

Leider spielen Julia und Chris in diesem Band gar keine Rolle. Auch Ben und Debbie sind immer noch abwesend – Die drei anderen verfolgen weiterhin ihr Ziel das Geheimnis des Tals zu lüften – Jedoch ist in diesem Band noch nicht viel gelüftet worden. Das Buch macht, ebenso wie die Vorläufer, Lust auf mehr, und Band 2 steht schon im Regal zum baldigen Fortsetzen der Reihe – Und ich glaube das ich nicht enttäuscht werde. 🙂

Kurzrezension 2 in 1: Gut gegen Nordwind // Alle sieben Wellen

Daniel Glattauer – Gut gegen Nordwind // Alle sieben Wellen

Es beginnt mit dem Senden einer Email an die falsche Mail-Adresse….

Mit der Kündigung ihres Zeitschriften-Abos ändert sich Emmi Rothners Leben. Anstatt dem Verlag der Zeitschrift zu schreiben landet die Email bei dem grade unfreiwillig Single-Gewordenen Leo Leike. Nach weiteren Fehl-Emails an Herrn Leike entwickelt sich mit der Zeit eine Email-Freundschaft zwischen den Beiden – Zunächst geht es um Belanglose Dinge, doch immer wieder und häufiger finden private und auch intime Details ihren Weg in die Emails. Es kommt wie es kommen muss – Ein angenehmes Gefühl breitet sich aus, das Warten auf die Email des jeweils Anderen wird zur wunderschönen Vorfreude. Schon schnell merkt der Leser das sich eine Spannung zwischen Emmi und Leo aufbaut, man merkt das beide wollen, doch von etwas zurück gehalten werden, was sie selbst nicht ganz verstehen. Auch verstehen können sie nicht, wie sich einander hingezogen fühlen, obwohl sie sich nicht kennen. Nicht Teil des Lebens des jeweils anderen sind.

Immer wieder reden sie von einem Treffen – Ein Treffen was nicht zu Stande kommt. Und dann ist Leo weg – In Boston. Und Emmi kann nur noch mit dem Systemmanager sprechen, der ihr sagt, dass die Emails nicht empfangen werden können…

… Es endet mit dem Finden der großen Liebe.

Achtung: Spoiler!

Leo ist wieder da. Und endlich kommt es zu einem Treffen. Ein Abschiedstreffen – Was natürlich kein Abschiedstreffen bleibt. Doch nicht nur das. Leo hat in Boston eine neue Liebe gefunden – Eine die nun auch nach Deutschland zieht. Man merkt deutlich das Emmi eifersüchtig ist – Doch worauf? Sie ist verheiratet, glücklich verheiratet. Bis zu dem Zeitpunkt in der Leo ihr gesteht, dass ihr Mann ihr Vertrauen Missbraucht hat. Ab da ändert sich alles. Auch bei Leo läuft alles nicht so wie er es plant. Nachdem er in einem spontanen Anflug von Ehrlichkeit seiner Freundin von Emmi erzählt hat bricht seine Beziehung mehr und mehr auseinander – Währenddessen scheinen Emmi und ihr Mann sich wieder näher zu kommen. Doch als Leo es endlich schafft Emmi seine Liebe zu gestehen bleibt ihr keine Wahl als auch endlich zu ihren Gefühlen zu stehen.

Beide Teile sind als Email-Form verfasst. Wer so etwas nicht mag, sollte die Finger davon lassen. Ich persönlich finde es ganz angenehm, da man zu einem immer wieder nach einer Email aufhören kann und zum anderen finde ich es viel leichter und schneller zu lesen, als einen normalen Roman. Mir haben beiden Teile gut gefallen, nach dem ich den ersten beendet habe, hab ich mir sofort den zweiten geschnappt, weil ich wissen wollte wie es weitergeht! Band 2 hat mir immer noch sehr gut gefallen, aber nicht mehr so gut wie Band 1. Irgendwie fand ich die Charaktere in Band 2 etwas seltsam und unwirklich – Sie springen hin und her, können sich nicht entscheiden, man merkt das sie sich lieben und doch nicht zusammen sind obwohl sie es könnten. Im Ganzen fand ich beide Teile jedoch eine schöne Liebesgeschichte, in einer mal etwas anderen Form – Sehr erfrischend. 🙂

Eckdaten: